!!! Wichtige Termine !!!

Mittlerweile stapeln sich die Termine – Öffentliche und Nicht-öffentliche.

Aktuell sind 2 Termine im Fokus des BLuK Münzenberg/Rockenberg e.V.

Als Verein wurden wir zur Begrüßung der Infoveranstaltung am Freitag, den 28.03.14 ab 19:30 im Sportlerheim in Oppershofen eingeladen. Die Referenten sind Hr. Teegelbekkers von der BI „Gegenwind im Vogelsberg“ zum Thema Wirtschaftlichkeit von Windparks und Hr. Dr. Repp vom unabhängigen Ärzteforum Bad Orb zum Thema Gesundheitsgefahren durch Infraschall. Wir freuen uns auf viel fundiertes Fachwissen!

Die Gemeinde Rockenberg hat auf Grund der geplanten Windkraftanlagen im Hammelshäuser Graben bzw. im Hinterfeld und der Offenlage des regionalen Flächennutzungsplans zur Festlegung von Windvorranggebieten in der nördlichen Wetterau endlich zu einer Bürgerversammlung am 03.04.14 ab 19:00 Uhr ebenfalls ins Bürgerhaus in Oppershofen eingeladen. Verschiedenen Referenten aller Interessensgruppen werden vertreten sein. Nehmen Sie als Bürgerin/ Bürger Ihr Informationsrecht war!

Windatlas verfehlt die Realität – Windmessungen werden erforderlich

Das der aktuelle Windatlas vom TÜV SÜD auf Basis von nur wenigen realen Windmessungen flächendeckend für ganz Hessen errechnet wurde, konnten alle Besucher der Informationsveranstaltung, vom Reginalverband FrankfurtRheinMain am 10.03.2014 in Friedberg, erfahren. So bleibt das ungute Gefühl, dass die im Windatlas Hessen gemachten Prognosen mit unter gar nicht erreicht werden können. So geschehen ist es im Süd-Schwarzwald. Dort haben Gemeindevertreter und Bürgermeister die Prognosen im Windatlas als verlässlich angenommen und begannen mit der Planung und dem Bau von Windkraftanlagen. Nach Fertigstellung der Windkraftanlagen zeigte sich leider, dass der tatsächliche Wind deutlich geringer, als die Prognose laut Windatlas, war. Die Windkraftanlagen konnten daher nicht wirtschaftlich betrieben werden und die Pläne für den Bau weiterer Anlagen wurde erst einmal auf Eis gelegt Bei Windmessungen über einen Zeitraum von einem Jahr konnte inzwischen belegt werden, das der Windatlas an konkreten Standorten zu hohe Erwartungen geschürt hat. Eine entsprechende Reportage zu dem geschilderten Sachverhalt steht unter nachstehendem Link beim SWRFernsehen.de bereit:

Rotoren ohne Wind: Floppt die Windkraft im Südwesten?
– Wie verlässlich ist der Windatlas wirklich? – SWR 14.11.2013

Fazit: Der Windatlas kann nicht als ein verlässliches planerisches Instrumentarium Verwendung finden. Wer seine Windkraftanlagen vernünftig plant, kommt nicht um eine längerfristig angelegte Windmessung (mindestens ein Jahr) herum. Ein Vorgehen ohne Windmessung entspricht einem risikobehafteten Spekulationsgeschäft, bei dem der Ausgang offen ist…

Eindrücke aus der Haupt- und Finanzauschusssitzung der Gemeinde Rockenberg

+++ EILMELDUNG +++

Hier ein paar Eindrücke aus heutiger Haupt- und Finanzauschusssitzung  der Gemeinde Rockenberg…

Die Firma Rotorwerke stellte dabei Ihren Planungsentwurf für das Oppershofener Hinterfeld im Ausschuss vor. Viele Bürgerinnen und Bürger waren anwesend.

Nach der Vorstellung des allgemeinen Planungsentwurfes von bis zu 10 WKA im Hinterfeld wurde eine Fragerunde für die einzelnen Fraktionen und auch der Vertreter des BLuK e.V. eröffnet. Neben der unzureichenden Abstandsregelungen zu den örtlichen Wohnbebauungen und der Firmenstruktur des Unternehmens Rotorkraftwerke GmbH wurde auch die Frage der Wirtschaftlichkeit und damit auch des Ertrages für die Gemeinde erfragt.

Ein höherer Abstand sei laut Hr. Becker von Rotorkraftwerke GmbH schwierig zu realisieren, da damit viele Grundstücke im privaten- oder Gemeindebesitz wegfallen – die Waldflächen sind im Wesentlichen im Besitz von Hessen Forst. Dann würde auch die geplante Ertragsstruktur (~ 30.000€/ WKA) des Windparks von 1/3 als Infrastrukturabgabe für die Gemeinde und 2/3 für die Eigentümer bzw. Finanzträger der WKA nicht mehr greifen.

Zunächst seien „nur“ 3 WKA geplant. Damit würde der Gemeindeertrag bei 30.000€/a liegen. Wirklich strahlende Gesichter haben wir nach dieser Ertragsaussicht nicht unter den Gemeindevertretern gesehen. Im Gegenteil: Die Gemeindevertreter beschäftigen sich zunehmend mit der fehlenden Akzeptanz bei der Abstandsregelung von 1000 m in der Bevölkerung und haben dazu auch die ersten planerischen Entwürfe zu Papier gebracht.

Diese erste neue Bemaßung wird auch Gegenstand des Runden Tisches sein. Auf die Ergebnisse sind wir gespannt.

Mindestabstände von Windkraftanlagen zu Wohnsiedlungen geraten zunehmend in die Kritik

Dass moderne Windkraftanlagen mit Höhen von bis zu 200m einen Mindestabstand zu Wohnsiedlungen einhalten müssen ist jedem einleuchtend. So verursachen solche industriellen Anlagen Lärm, Schlagschatten, Blinklicht bei Nacht und führen in der Landschaft zu einer sog. optischen Bedrängung. Warum gibt es aber so unterschiedliche Forderungen bzgl. des einzuhaltenden Mindestabstandes zu Wohnsiedlungen? Zum einen hinken die Gesetzesvorgaben und die zur Anwendung kommenden Messverfahren den aktuellen Erfordernissen hinterher und stammen aus einer Zeit, in der Windkraftanlagen deutlich kleiner waren. Zum anderen verursachen große Windkraftanlagen (mit Flügellängen > 35m) eine deutlich anders geartete Lärmemission als die kleineren Anlagen. Und genau hier liegt der Knackpunkt: Große Windkraftanlagen verursachen deutlich mehr und stärkeren niederfrequenten Lärm (< 200Hz) aber auch sogenannten Infraschall (< 20Hz). Diese beiden Komponenten des Lärms (< 200Hz) werden zusammengefasst als ILFN (Infrasound and Low Frequency Noise) bezeichnet.

Zunehmend belegen Studien, dass ILFN, ausgehend von großen Windkraftanlagen, eine gesundheitsschädigende Wirkung auf Anwohner haben kann, wenn der Mindestabstand zu ihren Häusern zu gering gehalten wird. So fordert das Unabhängige Ärzteforum Erneuerbare Energien – Bad Orb in einem offenen Brief an Ministerpräsidenten Seehofer, vom 2. Februar 2014, einen Mindestabstand von 2000m zwischen Windkraftanlagen und Wohnsiedlungen. So heißt es im Brief des Ärzteforums:

„Bereits jetzt ist aber ein Ergebnis sicher: dass erst 2000m Abstand zur Windkraft-Emissionsquelle eine größere, aber nicht absolute Sicherheit vor emissionsbedingten Gesundheitsschäden bietet.“

In einer Ausarbeitung zum Thema Gefährdung der Gesundheit durch Windkraftanlagen (WKA) fordert das Unabhängige Ärzteforum Erneuerbare Energien – Bad Orb, um auf der sicheren Seite zu bleiben:

„In die Ausschlussbedingungen für WKA ist der Mindestabstand zu bewohnten Gebäuden mit mindestens 3000m gemäß Empfehlung international anerkannter Wissenschaftler aufzunehmen.“

Es wird also höchste Zeit, dass solche Erkenntnisse Einzug in die Gesetze finden und bei der Planung von Windkraftanalgen berücksichtigt werden. Derzeit gilt bei der Auswahl von Windvorranggebieten in Hessen ein Mindestabstand von Windkraftanlagen zu Wohnsiedlungen von 1000m, zu Aussiedlerhöfen von 600m, zu gewerblichen Bauflächen von 300m und zu Kleingärten von 300m. Dies erscheint nach den aktuellen Ergebnissen des Ärzteforums als viel zu gering!

Neu-Anspach – Erster Teilerfolg gegen Windparkvorhaben in unserer Region

Werden die Bewohnern der Anrainergemeinden des Windvorranggebiets Münzenberg/Rockenberg auf den u.U. bevorstehenden Bau von Windkraftanlagen angesprochen, so hört man leider zu oft die Aussage „die kommen ja sowieso“. Wen wundert eine solch passive Haltung, wenn selbst Kommunalpolitiker in den Gemeinden sich derart hilflos zeigen.

Dass es auch anders gehen kann, hat die Bürgerinitiative N.o.W.! Naturpark ohne Windräder in Neu-Anspach eindrucksvoll demonstriert. Der konsequente Widerstand in der Bevölkerung, gegen den geplanten Windpark in Neu-Anspach, hat letztendlich die Süwag zum Abzug bewegt. Hierüber berichtete die Taunus Zeitung in einem Artikel vom 12. März 2014. An diesem Beispiel wird deutlich, dass die Bevölkerung sehr wohl einiges mit der gezeigten Haltung erwirken kann. Man sollte sich nicht von passiven und der Sache hilflos gegenüberstehenden Politikern und Gemeindevertretern anstecken lassen. An dieser Stelle einen herzlichen Glückwunsch nach Neu-Anspach zum erreichten Teilerfolg und der dort an den Tag gelegten Zivilcourage!

Stellungnahme des Ortsbeirats Münzenberg

Antrag an den Ortsbeirat Münzenberg  für eine Stellungnahme zu dem projektierten Windpark

Der Ortsbeirat möge beschließen:

 

Das für die überwältigende Mehrheit der Münzenberger Bürger unbefriedigende  Ergebnis der Bürgerversammlung am Mittwoch, dem 30 10. 13, im Bürgerhaus Gambach, in der  der von der Firma Alphasol projektierte Windpark präsentiert wurde, veranlasst uns in Verantwortung für die Belange der Stadt und das Wohl ihrer Bürger zu folgender Stellungnahme:

 

Die eindeutige Mehrheit der Münzenberger Bürger lehnt die vorgestellte Planung des Windparks ab.

 

Wir sehen die vorgebrachten Argumente gegen die Errichtung als gravierend an. Sie sind aber weder berücksichtigt noch widerlegt.

 

Wir machen uns die Stellungnahme des „Freundeskreis Burg und Stadt Münzenberg e.V.“ zu eigen; insbesondere die darin aufgeführten Argumente anlehnend an das „Gesetz zum Schutz der Kulturdenkmäler“ von 1986, in dem es in §1 heißt: „ Es ist Aufgabe von Denkmalschutz und Denkmalpflege, die Kulturdenkmäler als Quellen und Zeugnisse menschlicher Geschich-te und Entwicklung … zu schützen und zu erhalten sowie darauf hinzuwirken, dass sie in die städtebauliche Entwicklung, Raumordnung und Landschaftspflege einbezogen werden.“

 

Windräder dieser Größenordnung und an den projektierten Plätzen wirken sich notgedrungen störend auf das Landschaftsbild  aus, das auf die Burg Münzenberg als ausgewiesenes nationales kulturelles Erbe  bezogen ist.

 

Das geistige und emotionale Wohlergehen der Menschen hängt wesentlich von der sie umge-benden Landschaft ab. Sie in ihrer Eigenständigkeit zu erhalten, ist Aufgabe der politisch Verantwortlichen.

 

Der fruchtbare Boden der Wetterau, der mit seiner Parabraunerde nur wenige Parallelen in der Welt hat und seit Jahrtausenden der landwirtschaftlichen Nutzung dient,  ist zu wertvoll  für eine kurzfristige  (Die Windräder sind auf 20 Jahre konzipiert,) technische Nutzung mit zudem zweifelhafter wirtschaftlicher Ausbeute. Außerdem werden die riesigen Betonfunda-mente auch nach  Abbau der Windräder im Boden verbleiben und die Bodennutzung nachhal-tig beeinträchtigen. Gerade angesichts der fortschreitenden Zersiedelung und Versiegelung durch Wohn- und Industriebauten gebietet uns die Verantwortung vor  künftigen Generatio-nen, dafür Sorge zu tragen, dass so viel wie möglich Boden unverbaut erhalten bleibt.

 

Wir richten an die Stadtverordnetenversammlung und den Magistrat der Stadt Münzenberg die dringende Bitte, dahingehend  tätig zu werden, dass der von der Firma Alphasol projektierte Windpark in dieser Form nicht errichtet wird. Insbesondere  bitten wir darum, fundierte Gutachten einzuholen.

 

Münzenberg, den  13. November 2013-11-13

 

Johannes Hummel

Haris Laspoulas

 

Mit dem Bus nach Ulrichstein

Mit dem Bus nach Ulrichstein? –  BLuK war schon mal vorab vor Ort

Diesen kleinen Artikel konnte man bei genauer Lektüre in den letzten Tagen der lokalen Tagespresse entnehmen. Vereinzelte direkte Einladungen wurden zudem gezielt bei Rockenberger Haushalten eingeworfen um auf diese Veranstaltung aufmerksam zu machen. 

Ulrichstein ist tatsächlich besonders erfahren im Bereich der Windkraft, dies bestätigt auch der Bürgermeister der Kommune – Herr Schneider – im persönlichen Gespräch. Seit 1994 widmet man sich in der 3000 Einwohner zählenden Kommune dieser Art der Energiegewinnung. Früher waren es ein Paar Einwohner mehr – auf ca 10% schätzt Schneider den Bevölkerungsrückgang – einen Bezug zur Windkraft möchte er aber nicht ziehen. Stattliche 8 m/s weht der Wind im Schnitt im Jahr in dieser Region, in unseren flachen Gefilden der Wetterau kommt man, wenn überhaupt, gerade über die 5 m/s Marke.

Gemeinde Rockenberg Informiert

Am Samstag, den 08.03.2014 veranstaltet die Gemeinde Rockenberg (Anm.: „durch Herrn Theo Pauly“) eine Informationsfahrt zum Windpark Ulrichstein im Vogelsberg. Abfahrt ist 10:00 Uhr am Freien Platz mit einem Bus.

Ulrichstein betreibt schon viele Jahre einen Windpark und hat auch schon veraltete Anlagen durch neue ersetzt. Im Rahmen eines Vortrags wird Bürgermeister Schneider über die Erfahrungen der Kommune mit Windkraft berichten. Alle Interessierten sind eingeladen, ausdrücklich auch Nicht-Rockenberger.

Neben den weitläufig angelegten Windparks in Ulrichstein fällt auf dem Weg dorthin in weiteren Ortschaften der starke Ausbau vieler Anlagen deutlich ins Auge, hier einige Eindrücke aus der Region:

Auch Ulrichstein hätte gerne die „großen“ Vertreter der Windkraftanlagen in Betrieb (> 140 Meter). Auch wenn die Windparks in der Region in jetziger Ausführung ein imposantes Bild abgeben, sei der Ertrag bei jedem Meter Höhe deutlich besser, so Schneider. Obwohl einige der Anlagen in den letzten Jahren „Repowered“ wurden, so sind die größten Vertreter nicht höher als 120 Meter bei 82 Meter Rotordurchmesser. (Bspw. Enercon E-82)

Bisher steht keine der WKA auf städtischem Grund – dennoch existieren insgesamt 3 Bürgerwindparks, also Windparks mit regionaler und überregionaler Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern. Der Rest der Anlagen wird durch bekannte lokale Betreiber realisiert.

Weitere Ausbauvorhaben sind bereits in Planung jedoch scheitere es aktuell an verfügbaren Flächen in der Region Vogelsberg. „Man könne nicht mehr so wie man wolle“. Ausgerechnet der Schwarzstroch  droht das jüngste Vorhaben der Stadt Ulrichstein zu verhindern, da die Population dieser Tiere in der geplanten Region in den letzten Jahren zurückgegangen ist, wurde ein konkretes Gebiet durch das Regierungspräsidium aus der Planung genommen. Ob dadurch ein Bezug zur Windkraft besteht könne Schneider nicht bewerten.

Den Besuchern dieser Veranstaltung möchten wir gerne neben diesen Informationen weiterführendes Material der BI Gegenwind aus dem Vogelsberg zur Lektüre ans Herz legen.

Bei privater Anreise lohnt zudem auch ein Abstecher nach Ober-Ohmen (von Ulrichstein einfach Richtung A5 folgen).

Seit 2012 ist Mücke nun glückliche Besitzerin von Hessens größtem Windpark mit jetzt 15 Windkraftanlagen bei Ober-Ohmen, die nicht nur die Ober-Ohmener, sondern auch die Bürger von Unter-Seibertenrod , Zeilbach und Stumpertenrod mit Landschaftsverschandelung, Lärm und nächtlicher Discobeleuchtung „erfreuen“. – http://www.gegenwind-vogelsberg.de/gruppe/muecke/

 

 

 

Fünf nach 12?

Fünf nach 12?

„Es ist nicht mehr fünf vor zwölf, sondern wesentlich später, wenn wir gegen die aktuellen Planungen zur Errichtung von Windkraftanlagen noch etwas erreichen wollen“, erklärte der Vorsitzende des Bündnisses zum Schutz des Lebensraumes und der Kulturlandschaft zwischen Münzenberg und Rockenberg (BLuK e. V.) am Wochenende.

Über den Autor

Ralf Koch

Ralf Koch

1. Vorsitzender BLuK e.V.

Ralf Koch, wohnhaft in Rockenberg ist seit Gründung des BLuK.e.V. der erste Vorsitzende des Vereins.

Gerade die derzeitige Debatte um die Errichtung von Windvorranggebieten verschärfe die Situation. „Während die eine Seite um einen sachlichen Dialog über Mindestabstände und Schutzräume bemüht ist, versucht die andere sich schnell noch die Taschen zu füllen, solange es keine Rechtsverbindlichkeit über die Standorte gibt“, so Koch weiter. Dies führt nach Auffassung des BLuK Vorstandes zu einer großen Entsolidarisierung in den Gemeinden in ganz Hessen und insbesondere in der Wetterau, die über viele Jahre hinweg das Klima in der Bevölkerung negativ verändern wird.

Das schnellverdiente Geld auf der Seite – wenn es denn nach Jahren überhaupt kommt – derer, die einen Acker an die Projektentwickler von Rotorwerke oder alphasol verkaufen wollen, geht zu Lasten derer, die gerade in den Neubaugebieten der Region um die Burg Münzenberg gebaut und nicht wenig Geld investiert haben. Da hier ohne jegliche Information über die absehbare Entwicklung das Wohnen in einer naturfreundlichen Umgebung angepriesen wurde und sich viele für die nächsten Jahrzehnte eingerichtet und verschuldet haben, wird bereits von einigen Neubürgern eine Schadensersatzklage in Erwägung gezogen, da neben der erheblichen  Einschränkung der Lebensqualität auch mit einem massiven Wertverlust der Immobilien zu rechnen ist. „Nur allzu verständlich“, so Koch abschließend, „wenn man bedenkt, dass zwischen Bad Nauheim und Münzenberg von 90 geplanten Windkraftanlagen die Rede ist. Das erinnert an „Garzweiler“.

 

Fiktionen werden wahr

Fiktionen werden wahr

Mittlerweile scheint es 5 nach 12 Uhr zu sein! Zur Verdeutlichung der Größe der geplanten 200 Meter hohen Giganten, die die gleiche Höhe haben werden wie der Frankfurter Main Tower, haben wir 2 Fotomontagen erstellt, die die Dimensionen dieser Anlagen maßstabsgetreu verdeutlichen sollen.

Über den Autor

Jörg Müller

Jörg Müller

2. Vorsitzender BLuK e.V.

Insbesondere sollten sich die Befürworter des Baus der WKA – wie der Rockenberger Bürgermeister Wetz und die SPD-Fraktion mit T. Gniza an der Spitze – diesen geplanten Wahnsinn nochmals vor Augen führen. Auch ist die nachfolgende Aussage von Anton J. Seib (Wetterauer Landbote) vom 27.02.2014 realitätsfremd und zeugt nicht unbedingt von einer sachlichen und objektiven journalistischen Recherche:

Anton J. Seib (Wetterauer Landbote)… Über die Äcker führen auch eine Überlandleitungen, die an riesigen Masten hängen. Die Einspeisung des Stroms ist also ohne großen Aufwand möglich; zudem können Windräder eine Landschaft kaum beeinträchtigen, die seit rund 100 Jahren durch Strommasten geprägt ist. Gleichwohl regt sich auch gegen  diesen Standort Widerstand.“

Zu mächtig für die kleinen Dörfer!

Größter geplanter Windpark im Einzugsgebiet Rhein /Main ist zu mächtig für die kleinen Dörfer!

Wussten Sie schon, dass entlang der Neubaugebiete Münzenberg, Rockenberg, Oppershofen und Steinfurth der größte Windpark Hessens entstehen soll?

Über den Autor

Andreas Heidrich

BLuK e.V. Mitglied

Die Attraktivität dieser kleinen Dörfchen wird rapide schwinden, damit einher die Immobilienpreise. Wer jetzt noch glaubt die Neubaugebiete weiter ausbauen zu können liegt falsch. Der Wertverfall der Neubauten wird dazu führen, dass einige, die Ihre Altersvorsorge investiert haben, bald ganz alt aussehen.
Somit sind besonders die jungen Familien betroffen, die ihr ganzes Hab und Gut investiert haben. Sind es nicht gerade die Mütter und Väter, welche sich um Jung und Alt kümmern und einen Spagat zwischen Beruf und Familie hinlegen. Den privaten Lebensraum für Familien sehe ich jedoch in Gefahr, da die Gestaltung und die Gestaltbarkeit hier nicht mehr möglich scheint.

Wer den Main Tower in Frankfurt kennt, kann sich vorstellen was die Windkraftriesen mit ihren 200 Meter Höhe für eine Wirkung haben. Um eine Vorstellung zu bekommen, was dies für uns bei einem Vollausbau des Windparks bedeutet anbei die Fotomontage. (Blick vom Neubaugebiet Oppershofen „In der Teufelsküche“ zum geplanten Windpark).
„Die dezentrale Erzeugung erneuerbarer Energie ist ein Eckpfeiler der zukünftigen Energiepolitik“, sagt das Industriekomitee des EU-Parlaments. Bei steigendem Energiebedarf und dem Ausstieg aus der Atomenergie in Deutschland ist dies die logische, sinnvolle Konsequenz.

Aber warum werden wir in der Wetterau dazu verdonnert den Energiebedarf des Rhein-Main Gebietes mit zu produzieren? Wie kommt es, dass man von dieser Entwicklung in unserer Gemeinde nichts gehört und gelesen hat? Hat man das Thema bewusst verschwiegen und liegt evtl. ein unmoralisches Angebot der Unternehmer vor?

Ich bin kein Gegner von Windkraftanlagen, aber bitte im Einklang mit Mensch und Natur!
Nach den Planungsunterlagen des RP-Darmstadt ist der Abstand zu den Giganten viel zu gering. Warum hält man den Mindestabstand (Formel = Narbenhöhe mal 10) nicht ein? Hier geht es darum, den Schall und Infraschall so gering wie möglich für den Menschen zu halten. Auch blinken nachts diese Anlagen wie Leuchttürme. Da allein ein Rotorblatt die Größe eines riesigen Strommastes hat, wirkt das wie ein Leuchtfeuer auf die Neubaugebiete.
Warum wurde hier vom RP-Darmstadt die größte Fläche Hessens ausgewiesen? Und das alles, obwohl laut Windgutachten dieser Standort gerade mal mittelmäßig ist. Fragen über Fragen!
Wo bleiben die Antworten?

Ich denke hier müssen die Kommunen, alle Parteien und die Bürger Hand in Hand arbeiten, um eine vernünftige menschenfreundliche Umsetzung zu erreichen. Daraus resultierende Synergien kann man gut am Beispiel der Stadt Münzenberg sehen, hier hat das Stadtparlament geschlossen gegen das Vorhaben eines Bad Nauheimer Investors gestimmt.
Nach jetzigem Stand der Dinge stellt sich nicht die Frage, ob die Windkraftanlagen kommen, sondern, wie viele es letztendlich werden.
Ehrlich gesagt habe ich mir die Energiewende anders vorgestellt.