„Dickes Ende“ könnte erst noch kommen…!

BLuK“ e.V. legt Widerspruch gegen das Windvorranggebiet bei Wölfersheim ein!

Bei aller Begeisterung auf Seiten vieler direkt Betroffener, dass die von der Firma NWind beim zuständigen Regierungspräsidium in Darmstadt beantragte Errichtung von 4 Windkraftanlagen nunmehr abgelehnt ist, muss doch darauf deutlich hingewiesen werden, dass dies nur ein Etappensieg darstellt.

Denn das evtl. „dicke Ende“ liegt jetzt öffentlich aus: als 2. Offenlage zu den geplanten Windvorranggebieten in Südhessen und damit auch in der Wetterau. Auch hier können wir als „Bündnis zum Schutz des Lebensraumes und der Kulturlandschaft Münzenberg/Rockenberg“ (BLuK e. V.) zunächst Erfolg vermelden: Das ursprünglich zwischen Bad Nauheim und der Burg Münzenberg geplante Gebiet zur Errichtung von Windkraftanlagen betrug 868 ha – genug um bis zu 90 Windräder hinzustellen – ist jetzt zusammengeschrumpft auf 177 ha. Das reicht aber noch für ca. 20 Anlagen.Und die stehen ziemlich genau dann da, wo gerade Anlagen bei Wohnbach abgelehnt wurden!

Aber – bei allem Verständnis für den Klimawandel – müssen wir sehen, dass auf unseren Hügeln in der Umgebung großindustrielle Anlagen errichtet werden können. Wie das aussehen kann zeigt die beigefügte Visualisierung. Die neuste Generation von Windkraftanlagen ist 230 m hoch, das entspricht der Höhe der Wolkenkratzer in der Frankfurter Innenstadt. Diese werden, wenn sie kommen sollten, so hoch sein müssen, um rentabel zu sein. Denn die Wetterau rechnet zu den Schwachwindgebieten.

BLuK e. V. wird deshalb Widerspruch einlegen und fordert alle Mitbürger auf, dies ebenfalls zu tun.

Die Offenlegung geht bis noch bis 19. Mai und ist im Internet auf der Homepage des Regierungspräsidiums Darmstadt einzusehen.  Stellungnahmen müssen  bis 2. Juni eingegangen sein. Wenn Sie also nicht wollen, dass Natur- und Artenschutz zur Nebensache erklärt und Gesundheitsgefahren negiert werden, Wirtschaftlichkeit fraglich ist, Kommunen und Privatleute später auf der Entsorgung hängen bleiben können, Denkmalschutz für die Münzenburg und der Schutz unserer Landschaft und damit unserer Heimat keine Rolle spielt, dann legen Sie Widerspruch ein. Auf der Internetseite von BLuK e. V. finden Sie in Kürze eine entsprechende Kurzfassung für Ihre Stellungnahme.

Mitgliederversammlung 2017

Am 04.05.2017 fand im Burghotel in Münzenberg die jährliche Mitgliederversammlung des Bündnis zum Schutz des Lebensraumes und der Kulturlandschaft Münzenberg/Rockenberg (BLuK e.V.) statt.

Ralf Koch konnte zahlreiche Mitglieder in Gaststätte „Burghotel“ begrüßen. Er und  sein Stellvertreter Ronald Berg berichteten über die Aktionen des Vorstandes und über den aktuellen Stand geplanter Windkraftprojekte, insbesondere die zu diesem Tag noch in Genehmigungsverfahren noch befundenen 4 Windkraftanlagen bei Wohnbach. (Am nächsten Tag kam erst die Ablehnung des RP – die Presse berichtete bereits darüber) Hierzu wurde vom Verein Einspruch gegen beim RP Darmstadt eingelegt und es  fanden diverse Aktionen statt. Insbesondere unsere Postkartenaktion, bei der viele politische Entscheidungsträger angeschrieben wurden, fand große Resonanz.

Weiteres Thema war der Stand der geplanten Windvorranggebiete des Regierungsbereiches Gießen und Darmstadt, deren Gebiete um die Burg Münzenberg aneinander angrenzen. Mittels einer Powerpoint-Präsentation, die viele Illustrationen von Wolf Becker zeigte, wurde der Bericht des Vorstandes visualisiert. Rückblickend gesehen, so Berg, war die Gründung des „BLuK e.V“ ein großer Erfolg. Durch Aktionen,

Erstellung von Infobroschüren, Aufklärung der Bevölkerung, Visualisierungen und Gespräche mit Politikern, konnten wir bisher zahlreiche Vorhaben und Pläne verhindern. Nun gilt das Augenmerk auf die derzeit in der Offenlage befindliche Windvorrangfläche auf  Wölfersheimer Gemarkung. Denn auch hier müssen wir bis zum 02.06.2017 Einspruch erheben, so Koch. Dazu wird eine Vorlage ausgearbeitet und auf unsere Homepage zur Verfügung gestellt, ergänzte der Vorsitzende abschließend zum Bericht.

Die Kassenführerin Marga Knoblich erläuterte den Jahresabschluss für das abgelaufene Kalenderjahr Wir haben der Zeit 254 Mitglieder. Mit den Einnahmen durch die Teilnahme am Martinimarkt, Spenden und Mitgliedsbeiträge, konnte man mit einem positiven Kassenbestand das vergangene Jahr abschließen. Heidrun Just-Becker und Thomas Steinmann haben die Kasse geprüft und dem Vorstand Entlastung erteilt.

Für die anstehenden Wahlen stellte sich Dr. Isabell Tammer als Wahlleiterin zur Verfügung. Gewählt wurde turnusgemäß der 2. Vorsitzende. Dieser wurde in der Person von Ronald Berg einstimmig wiedergewählt. Wiedergewählt wurden auch Susanne Best als Schriftführerin und beiden Beisitzer Sabine Tinz  und Arno Zeidler. Für ein weiteres Jahr stehen auch Christine Hothum, Anette Brennecke und Wolf Becker den Vorstand als Beisitzer bei.

Zum Abschluss bedankte sich Vorsitzender Ralf Koch auch noch mal bei allen Unterstützern, wie den Freundeskreis Burg- und Stadt Münzenberg, der Naturschutzgruppe Münzenberg, der BI Gegenwind Wetterau und den politischen Gremien. Denn nur durch das gemeinsame Vorgehen, haben wir die große Chance, weitere Vorhaben von Windkraftanlagen um unsere Burg Münzenberg mit seiner einzigartigen Kulturlandschaft zu verhindern.

Einladung zur Mitgliederversammlung am 04.05.2017

Der Vorstand des „ Bündnis zum Schutz des Lebensraumes und der Kulturlandschaft Münzenberg/Rockenberg e. V.“ lädt seine Mitglieder zur

Mitgliederversammlung am 4. Mai 2017 um 20.00 Uhr in die Räume der Gaststätte Burghotel Münzenberg

gem. § 10 der Satzung herzlich ein.

Tagesordnung der Mitgliederversammlung

1.   Begrüßung und Eröffnung

2.   Feststellungen

–    der ordnungsgemäßen Einladung

–    der Beschlussfähigkeit

–    der Tagesordnung

3.   Bericht des Vorstandes und Aussprache

4.   Finanzbericht / Haushaltsabschluss 2016

5.   Bericht der Rechnungsprüfer und Antrag auf Entlastung des Vorstandes

6.   Stellungnahme zur aktuellen 2. Offenlegung des Windvorranggebietes

7.   Anträge

8.   Wahl eines Wahlleiters

9.   Wahlen

10. Verschiedenes

Anträge der Mitglieder müssen gem. Satzung spätestens 1 Woche (27.April 2017) vor der Versammlung schriftlich beim Vorstand vorliegen.

Wir freuen uns sehr auf eine zahlreiche Teilnahme.

Herzlichst

Ihr Ralf Koch (Vorsitzender), 3.4.2017

Postkarten Aktion

Liebe Mitglieder und Mitstreiter,

nach der Abgabe unserer Stellungnahme gegen die Planung in Wölfersheim beim RP Darmstadt bittet Sie der BLuK-Vorstand

um Ihre Mithilfe. Dazu hat unser Vorstandsmitglied Wolf Becker eine „Postkarte“ entwickelt, die man bei ihm abholen oder

auch per „mausklick“ weiter senden kann.

Bitte senden Sie diese an möglichst viele Verantwortung tragende Personen in der regionalen Politik oder auf Landesebene, zB. an Landrat Thomas Arnold: pressestelle@wetteraukreis.de.

Postkarte

Einspruchsvorlage für WEA in Wölfersheim-Wohnbach

Einspruch im Genehmigungsverfahren nach Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) Errichtung und Betrieb von vier Windenergieanlagen (WEA) in Wölfersheim-Wohnbach Az.: IV/F 43.1 – 1441/12 Gen 50/13

Vorlage als PDF zum Download

Sehr geehrte Frau Vogel-Wiedler, sehr geehrte Damen und Herren,

erst kürzlich musste ich feststellen, dass in Wölfersheim-Wohnbach vier gigantische Windräder geplant sind und das Genehmigungsverfahren schon läuft. Es ist skandalös, dass es sich um ein vereinfachtes, nicht öffentliches Verfahren handelt und daher auch Betroffene nur durch Zufall und spät von den Planungen erfahren.

Gegen den geplanten Windpark Wohnbach sprechen insbesondere folgende Argumente:

  • Zu geringer Abstand der 206,5 m hohen WEA zu schutzwürdigen Bebauungen wie Wohnhäusern, Aussiedlerhöfen und zum Kindergarten „Pusteblume“ mit nur ca. 1 km, tw. deutlich <1 km. Um Beeinträchtigungen, Gesundheitsgefährdungen und mögliche Schäden durch Lärm, Schlagschatten, Sonnenreflexionen, Blinklicht und Infraschall zu minimieren, ist ein Mindestabstand von mindestens der zehnfachen Höhe der Anlagen erforderlich.
  • Windarme Region, was durch den nahegelegenen Ballonstartplatz belegt ist. Zum Ballonfahren werden auch in ca. 150 m bis >200 m Höhe über Gelände relativ windstille Verhältnisse benötigt. Da es sich um den Hauptstartplatz des Unternehmens handelt und keine geeigneten / vergleichbaren Ausweichmöglichkeiten bestehen, wäre das Luftfahrtunternehmen für Ballone in seiner Existenz bedroht.
  • Verlust des Naherholungsgebietes der Wohnbacher, Berstädter, Wölfersheimer, Obbornhofener, … Bevölkerung. Es ist praktisch das einzige Naherholungsgebiet Wohnbachs und der einzige Weg der Wohnbacher und Berstädter zum Wohnbacher Wald.
  • Im Frühjahr und Herbst ist hier der Vogelzug zu erleben. Dass es sich um einen überregional bedeutsamen Zugvogelkorridor handelt, ist auch dem „NABU Hessen – Hintergrundpapier Windenergie“ zu entnehmen. Die Windräder würden viele Opfer unter den Zugvögeln fordern und gefährden das europäische Vogelzugsystem. Wanderkorridore von Vögeln und Fledermäusen sind von WEA freizuhalten (s. a. RICHARZ, Nov. 2014: Energiewende und Naturschutz).
  • Falke, Mäusebussard usw., auch Rotmilan sind hier zu beobachten, ebenso viele Fledermäuse. Sie unterliegen einem hohen Tötungsrisiko durch Kollision und durch Barotraumata (Druckverletzungen), ausgelöst von den Rotoren.

Gegen Windenergieanlagen in Kindergartennähe Juli / August 2015

Gegen Windenergieanlagen in Kindergartennähe 2

  • Bedrohung der Brutgebiete des Rotmilans und weiterer geschützter Arten
  • Gefahr für die in der Nähe befindlichen Vogelschutzgebiete
  • Denkmalschutz, v. a. das nationale Denkmal und Wahrzeichen der Wetterau, die „Burg Münzenberg“ in nur

    ca. 3 km Entfernung. Die WEA würden sich im Sichtfeld der Burg befinden und wären von Münzenberger Seite aus (auch von der A5 und der A45) hinter / neben der Burg zu sehen und würden den Blick auf die Burg „verschandeln“.

  • Stark verschlämmungs- und erosionsanfällige Böden. Mehrfach haben auch in diesen Bereichen Oberflächenabfluss und Erosion zu Überflutungen mit Schlammlawinen und großen Schäden in der Ortslage Wohnbach beigetragen. Versiegelungen und Eingriffe in den Boden, d. h. Verlust an wasseraufnahmefähigen und / oder Zunahme von abflussbeschleunigenden Flächen verstärken Oberflächenabfluss und Bodenabtrag; ebenso das von den Rotorblättern abfließende Niederschlagswasser kann diese Prozesse auslösen oder verstärken. Die Errichtung der WEA mit Versiegelungen und Bodenzerstörungen auch im Umfeld der Anlagen gefährden daher die Ortslage zusätzlich und sind schon allein deshalb hier nicht tolerierbar. Drei der vier geplanten WEA liegen im Geltungsbereich des „Wohnbacher Runden Tisches zur Umsetzung von Erosionsschutzmaßnahmen und standortangepasster Nutzung“. Erosion auslösende oder verstärkende, auch nur temporäre Eingriffe in den Boden sind hier unbedingt zu vermeiden! Die Errichtung der Windräder wäre angesichts dieser besonderen Problematik völlig unverantwortlich und würde damit eine Gefährdung der Ortschaft darstellen und die Arbeiten der Gemeinde unterlaufen. Eine fachgutachterliche Prüfung der erosionsfördernden Effekte der Windräder im Rahmen des Genehmigungsverfahrens ist mithin unabdingbar, ggf. um fernab liegende Standorte ohne potentielle Schadwirkung zu identifizieren. Die Ergebnisse dieser Prüfung müssen der Gemeinde und dem „Wohnbacher Runden Tisch zur Umsetzung von Erosionsschutzmaßnahmen …“ unbedingt zugänglich gemacht werden.
  • Wertverlust der Grundstücke und Häuser in Wohnbach
    Aus o. g. Gründen widerspreche ich der geplanten Errichtung der vier WEA in der Gemarkung Wohnbach und

    lege hiermit Einspruch ein.

    Ich bitte um Bestätigung des Eingangs meines Schreibens und Bestätigung der Berücksichtigung meines Einspruchs.

    Mit freundlichen Grüßen

Großer Erfolg bei Bürgerbefragung in Rockenberg

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder,

als großen Erfolg können wir das Ergebnis der Bürgerbefragung in Rockenberg und Oppershofen werten,
das seit heute Mittag vorliegt.

1. 64,3 % aller Bürgerinnen und Bürger nahmen daran teil.
Das bedeutet, dass das Thema als sehr brisant empfunden wird und sehr viele interessiert. Das haben ja bereits die beiden öffentlichen Versammlungen erkennen lassen.

2. Aber dass das Ergebnis so überwältigend ausfällt, hätten wir beim besten Willen nicht gedacht:
1667 stimmten für Nein (keine WKA`s in der Gemarkung Rockenberg); das entspricht über 70 % der abgegebenen Stimmen. Das können wir als großen Erfolg unseres Vereins werten.

3. 500 stimmten für die Errichtung von WKA`s. Das ergibt ein Gesamtbild von über 3:1 dagegen.

4. Es wird jetzt die Aufgabe der Fraktionen im Rockenberger Gemeindeparlament sein, die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen.

5. BLuK e. V. wird sie daran erinnern. Zunächst sind nach unserer Auffassung die Gespräche mit den Projektierern abzubrechen. Die politischen Vertreter sind aufgefordert, dieses Ergebnis bei allen anstehenden Beratungen zu respektieren. Sei es auf parteipolitischer Ebene, auf der Ebene des Regionalverbandes oder in den Bürgermeisterdienstversammlungen.

6. Von Rockenberg geht jetzt auch ein Signal an die Politik des Wetteraukreises und des Landes, den Bürgerwillen bei solch eingreifenden Entscheidungen zu befragen und zu respektieren.

mit freundlichen Grüßen

Ralf Koch
Vorsitzender

Pressebericht zum Adventskaffee am 7.12.14

Am 07.12.2014 fand im historischen „Alten Rathaus Münzenberg“ ein Adventskaffee des BLuK e. V. – Bündnis zum Schutz des Lebensraums und der Kulturlandschaft Münzenberg/Rockenberg statt. Bei einer großen Auswahl an selbstgebackenem Kuchen stellte der 2. Vorsitzende, Jörg Müller, im vollbesetzten „Alten Rathaus“ dem sichtlich erstaunten und über alle Maßen betroffenen Zuhörerkreis die aktuelle Situation der in unserer Region geplanten massiven Anhäufung von Windkraftanlagen (WKA) dar. Anhand von Informationsmaterial, Landkarten, Fotomontagen und Höhenlinienabbildungen, die vom Vorstandsmitglied und Grafiker Wolf Becker mit einem speziellen EDV-Programm erstellt wurden, erläuterte Müller in seinem Vortrag die Planvorhaben, von denen aktuell die Regionen Münzenberg, Rockenberg, Wölfersheim (Wohnbach), Hungen (Obbornhofen und Bellersheim) betroffen sind.

Auslöser für die Gründung des Vereins „BLuK“ waren – so Müller – Planungen sowohl einzelner Privatpersonen als auch der Gemeinde Rockenberg, insgesamt 8 WKA im „Hammelshäuser Graben“ (zwischen Münzenberg und Rockenberg) zu errichten. In diesem Zusammenhang dankte Müller dem 1. Vorsitzenden des Freundeskreises Burg und Stadt Münzenberg, Uwe Müller, für die Unterstützung zur Abwehr dieser Windkraftindustrieanlagen. Einen besonderen Dankes-Gruß richtete Jörg Müller an das Münzenberger Stadtparlament, das durch einen fraktionsübergreifenden Beschluss ein eindeutiges Votum gegen den Bau von WKA auf Münzenberger Gebiet abgegeben hatte. Leider konnte Bürgermeister Zeiß diesen Dank zur Weitergabe auch an den Magistrat der Stadt Münzenberg nicht persönlich entgegennehmen, da dieser sich bedingt durch eine weitere Veranstaltung beim Vereinsvorstand entschuldigen musste. Müller stellte auch die Problematik der aktuellen Gesetzgebung nach § 4 BlmSchG dar. Durch diese Gesetzeslage besteht sowohl für Privatpersonen als auch für Gemeinden und Städte die Möglichkeit, in einem vereinfachten Genehmigungsverfahren auf eigenem Grund WKA zu errichten.

Sehr dramatisch seien auch Planungen des Regionalverbands FrankfurtRheinMain, das größte Windvorranggebiets (868 Hektar), das u. a. die heimische Region um Münzenberg, Rockenberg und Wölfersheim umfasst, aufzulegen.

Weiterhin sind derzeit 4 WKA in Wohnbach beim Regierungspräsidium Darmstadt im Genehmigungsverfahren. Müller ging in seinem Vortrag auch auf die aktuellen Planungen zur Errichtung von mehreren WKA im „Hinterfeld“ (Rockenberg/Oppershofen) durch die Firmen Rotorkraftwerke und AlphaSol ein.

Großes Entsetzen löste bei den Besuchern des Adventskaffes der „Teilregionalplan Energie Mittelhessen“ des RP Gießen aus, über den die hiesige Presse bisher noch nicht berichtet hat, 2 Windvorrangflächen am südlichen Rand des RP Gießen (Bereich Obbornhofen und Bellersheim) und somit direkt im Sichtfeld der Burg Münzenberg aufzulegen. Müller konnte anhand von Fotomontagen und Übersichtskarten das volle Ausmaß der entsprechenden Planungen sehr anschaulich darlegen.

Sabine Tinz als weiteres Vorstandsmitglied des BLuK bezog sich auch als Vorsitzende der Naturschutzgruppe Stadt Münzenberg mit ihren Worten auf den Schutz des Waldes und der darin lebenden Tiere. Gleichzeitig unterstrich sie die überaus wichtige Bedeutung der Naherholung für den Menschen. Die in unserer Region geplanten Windkraftstandorte werden das größte zusammenhängende Waldgebiet der Wetterau nahezu vollkommen zerstören und dessen Fauna massiv beeinflussen. Mit Präparaten eines Rotmilans und einer Bechsteinfledermaus stellte sie Tiergruppen dar, die von den Planungen massiv gefährdet sind.

Als Abschluss dankte Jörg Müller den Anwesenden für das große Interesse und gab bekannt, dass das BLuK eine Broschüre (Auflage 2.000) erstellt hat, in der die bedrohliche Situation unter dem Aspekt des Denkmalschutzes in unserer Region anhand der derzeitigen Planungen aufgezeigt wird. Die Verteilung der Broschüren erfolgt schwerpunktmäßig in Münzenberg, Rockenberg und Oppershofen in dieser Woche.

 

Jörg Müller

(2. Vorsitzender BLuK e. V.)                      

Stellungnahme von Bürgermeister M. Wetz

Der Vorstand von BLuK e. V. hat in einer Anfrage an den Bürgermeister der Gemeinde Rockenberg – Herrn Manfred Wetz – seine Sorge vorgetragen, dass insbesondere die Firma Rotorwerke Bürgerinnen und Bürger in Oppershofen unter Druck setzt, entsprechend für Windkraftanlagen geeignete Grundstücke zu veräußern. Dies wurde in Gesprächen mit Mitgliedern deutlich. Vor allem, dass die Hersteller und Entwickler damit argumentieren, dass – wenn diese Verkäufe nicht stattfinden – die angesprochenen Grundstückseigentümer dafür verantwortlich seien, dass man in den Wald ausweichen müsse. BGM Wetz hat uns vor einigen Tagen geantwortet und bekräftigt, dass die Gemeinde mit ihm an der Spitze und die Gemeindevertreter nach wie vor zum Gemeinderatsbeschluss stehen, der 1500m Abstand zur Wohnbebauung fordert und dies auch seitens der Gemeinde für alle – wie im o.g. Fall – Baumassnahmen nach den Sonderbedingungen des § 35 BauGB gelte. Er räumte allerdings ein, dass die Firmen Rotorwerke und alphasol ihre aktuellen Planungen vorgestellt hätten, ohne konktete Angaben zu machen oder Unterlagen vorzulegen. Auch zu Gesprächen mit Grundstückseigentümern vermochte er keine Angaben zu machen. Der Vorstand von BLuK e.V. sttelt sich zumindest die Fragen, ob dies eine tatsächliche oder nur eine trügerische Sicherheit dartsellt und wozu dann die o.g. Gespräsche gedient haben. Sollten Sie liebe Mitglieder und Leser der Internetseite weitere Informationen hierzu haben, so melden Sie sich bitte bei uns!

So schön ist die Wetterau

Wenn die Kraniche fliegen …

… wissen wir, dass der Winter naht.

Seit Tagen können wir das wunderbare Schauspiel sehen und – auch nachts – hören, wie sich die Kraniche auf ihrer Route in den Winterurlaub über der Wetterau zu riesigen Schwärmen versammeln. Die Burg Münzenberg scheint dabei ein wichtiger Orientierungspunkt zu sein, denn seit Jahren können wir beobachten, wie sich die Schwärme aus Nord, Nordost bis Ost hier sammeln, um dann gemeinsam nach Süden weiterzufliegen. Am vergangenen Mittwoch Nachmittag (29.10.14) gelang bei einem Rundgang zufällig diese Aufnahme mit mindestens 5 Schwärmen, die in kürzester Zeit über die Burg hinwegflogen.

Neuerdings müssen wir allerdings befürchten, dass wir dieses Naturereignis bald nicht mehr erleben werden, wenn – wie von offensichtlich belehrungsresistenten sogenannten Energiefachleuten geplant – massenhaft Windräder unsere wunderbare Landschaft zerstören würden. Den Kraniche würde vermutlich ein einziges Windmonster von 200 m Höhe genügen, um die Route zu ändern.

Aber wohin bitte sollen sie ausweichen, wenn ringsum über den Vogelsberg und den Taunus hinaus – wie an anderen Orten bereits geschehen – alles abgeholzt und mit dauer-disko-blinkenden Energiegiganten bestückt wird ?

Wir möchten, dass unsere Wetterau so schön bleibt wie sie ist und wir weiterhin das Zugverhalten der Kraniche beobachten dürfen!