Mitgliederversammlung 2017

Am 04.05.2017 fand im Burghotel in Münzenberg die jährliche Mitgliederversammlung des Bündnis zum Schutz des Lebensraumes und der Kulturlandschaft Münzenberg/Rockenberg (BLuK e.V.) statt.

Ralf Koch konnte zahlreiche Mitglieder in Gaststätte „Burghotel“ begrüßen. Er und  sein Stellvertreter Ronald Berg berichteten über die Aktionen des Vorstandes und über den aktuellen Stand geplanter Windkraftprojekte, insbesondere die zu diesem Tag noch in Genehmigungsverfahren noch befundenen 4 Windkraftanlagen bei Wohnbach. (Am nächsten Tag kam erst die Ablehnung des RP – die Presse berichtete bereits darüber) Hierzu wurde vom Verein Einspruch gegen beim RP Darmstadt eingelegt und es  fanden diverse Aktionen statt. Insbesondere unsere Postkartenaktion, bei der viele politische Entscheidungsträger angeschrieben wurden, fand große Resonanz.

Weiteres Thema war der Stand der geplanten Windvorranggebiete des Regierungsbereiches Gießen und Darmstadt, deren Gebiete um die Burg Münzenberg aneinander angrenzen. Mittels einer Powerpoint-Präsentation, die viele Illustrationen von Wolf Becker zeigte, wurde der Bericht des Vorstandes visualisiert. Rückblickend gesehen, so Berg, war die Gründung des „BLuK e.V“ ein großer Erfolg. Durch Aktionen,

Erstellung von Infobroschüren, Aufklärung der Bevölkerung, Visualisierungen und Gespräche mit Politikern, konnten wir bisher zahlreiche Vorhaben und Pläne verhindern. Nun gilt das Augenmerk auf die derzeit in der Offenlage befindliche Windvorrangfläche auf  Wölfersheimer Gemarkung. Denn auch hier müssen wir bis zum 02.06.2017 Einspruch erheben, so Koch. Dazu wird eine Vorlage ausgearbeitet und auf unsere Homepage zur Verfügung gestellt, ergänzte der Vorsitzende abschließend zum Bericht.

Die Kassenführerin Marga Knoblich erläuterte den Jahresabschluss für das abgelaufene Kalenderjahr Wir haben der Zeit 254 Mitglieder. Mit den Einnahmen durch die Teilnahme am Martinimarkt, Spenden und Mitgliedsbeiträge, konnte man mit einem positiven Kassenbestand das vergangene Jahr abschließen. Heidrun Just-Becker und Thomas Steinmann haben die Kasse geprüft und dem Vorstand Entlastung erteilt.

Für die anstehenden Wahlen stellte sich Dr. Isabell Tammer als Wahlleiterin zur Verfügung. Gewählt wurde turnusgemäß der 2. Vorsitzende. Dieser wurde in der Person von Ronald Berg einstimmig wiedergewählt. Wiedergewählt wurden auch Susanne Best als Schriftführerin und beiden Beisitzer Sabine Tinz  und Arno Zeidler. Für ein weiteres Jahr stehen auch Christine Hothum, Anette Brennecke und Wolf Becker den Vorstand als Beisitzer bei.

Zum Abschluss bedankte sich Vorsitzender Ralf Koch auch noch mal bei allen Unterstützern, wie den Freundeskreis Burg- und Stadt Münzenberg, der Naturschutzgruppe Münzenberg, der BI Gegenwind Wetterau und den politischen Gremien. Denn nur durch das gemeinsame Vorgehen, haben wir die große Chance, weitere Vorhaben von Windkraftanlagen um unsere Burg Münzenberg mit seiner einzigartigen Kulturlandschaft zu verhindern.

Postkarten Aktion

Liebe Mitglieder und Mitstreiter,

nach der Abgabe unserer Stellungnahme gegen die Planung in Wölfersheim beim RP Darmstadt bittet Sie der BLuK-Vorstand

um Ihre Mithilfe. Dazu hat unser Vorstandsmitglied Wolf Becker eine „Postkarte“ entwickelt, die man bei ihm abholen oder

auch per „mausklick“ weiter senden kann.

Bitte senden Sie diese an möglichst viele Verantwortung tragende Personen in der regionalen Politik oder auf Landesebene, zB. an Landrat Thomas Arnold: pressestelle@wetteraukreis.de.

Postkarte

Einspruchsvorlage für WEA in Wölfersheim-Wohnbach

Einspruch im Genehmigungsverfahren nach Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) Errichtung und Betrieb von vier Windenergieanlagen (WEA) in Wölfersheim-Wohnbach Az.: IV/F 43.1 – 1441/12 Gen 50/13

Vorlage als PDF zum Download

Sehr geehrte Frau Vogel-Wiedler, sehr geehrte Damen und Herren,

erst kürzlich musste ich feststellen, dass in Wölfersheim-Wohnbach vier gigantische Windräder geplant sind und das Genehmigungsverfahren schon läuft. Es ist skandalös, dass es sich um ein vereinfachtes, nicht öffentliches Verfahren handelt und daher auch Betroffene nur durch Zufall und spät von den Planungen erfahren.

Gegen den geplanten Windpark Wohnbach sprechen insbesondere folgende Argumente:

  • Zu geringer Abstand der 206,5 m hohen WEA zu schutzwürdigen Bebauungen wie Wohnhäusern, Aussiedlerhöfen und zum Kindergarten „Pusteblume“ mit nur ca. 1 km, tw. deutlich <1 km. Um Beeinträchtigungen, Gesundheitsgefährdungen und mögliche Schäden durch Lärm, Schlagschatten, Sonnenreflexionen, Blinklicht und Infraschall zu minimieren, ist ein Mindestabstand von mindestens der zehnfachen Höhe der Anlagen erforderlich.
  • Windarme Region, was durch den nahegelegenen Ballonstartplatz belegt ist. Zum Ballonfahren werden auch in ca. 150 m bis >200 m Höhe über Gelände relativ windstille Verhältnisse benötigt. Da es sich um den Hauptstartplatz des Unternehmens handelt und keine geeigneten / vergleichbaren Ausweichmöglichkeiten bestehen, wäre das Luftfahrtunternehmen für Ballone in seiner Existenz bedroht.
  • Verlust des Naherholungsgebietes der Wohnbacher, Berstädter, Wölfersheimer, Obbornhofener, … Bevölkerung. Es ist praktisch das einzige Naherholungsgebiet Wohnbachs und der einzige Weg der Wohnbacher und Berstädter zum Wohnbacher Wald.
  • Im Frühjahr und Herbst ist hier der Vogelzug zu erleben. Dass es sich um einen überregional bedeutsamen Zugvogelkorridor handelt, ist auch dem „NABU Hessen – Hintergrundpapier Windenergie“ zu entnehmen. Die Windräder würden viele Opfer unter den Zugvögeln fordern und gefährden das europäische Vogelzugsystem. Wanderkorridore von Vögeln und Fledermäusen sind von WEA freizuhalten (s. a. RICHARZ, Nov. 2014: Energiewende und Naturschutz).
  • Falke, Mäusebussard usw., auch Rotmilan sind hier zu beobachten, ebenso viele Fledermäuse. Sie unterliegen einem hohen Tötungsrisiko durch Kollision und durch Barotraumata (Druckverletzungen), ausgelöst von den Rotoren.

Gegen Windenergieanlagen in Kindergartennähe Juli / August 2015

Gegen Windenergieanlagen in Kindergartennähe 2

  • Bedrohung der Brutgebiete des Rotmilans und weiterer geschützter Arten
  • Gefahr für die in der Nähe befindlichen Vogelschutzgebiete
  • Denkmalschutz, v. a. das nationale Denkmal und Wahrzeichen der Wetterau, die „Burg Münzenberg“ in nur

    ca. 3 km Entfernung. Die WEA würden sich im Sichtfeld der Burg befinden und wären von Münzenberger Seite aus (auch von der A5 und der A45) hinter / neben der Burg zu sehen und würden den Blick auf die Burg „verschandeln“.

  • Stark verschlämmungs- und erosionsanfällige Böden. Mehrfach haben auch in diesen Bereichen Oberflächenabfluss und Erosion zu Überflutungen mit Schlammlawinen und großen Schäden in der Ortslage Wohnbach beigetragen. Versiegelungen und Eingriffe in den Boden, d. h. Verlust an wasseraufnahmefähigen und / oder Zunahme von abflussbeschleunigenden Flächen verstärken Oberflächenabfluss und Bodenabtrag; ebenso das von den Rotorblättern abfließende Niederschlagswasser kann diese Prozesse auslösen oder verstärken. Die Errichtung der WEA mit Versiegelungen und Bodenzerstörungen auch im Umfeld der Anlagen gefährden daher die Ortslage zusätzlich und sind schon allein deshalb hier nicht tolerierbar. Drei der vier geplanten WEA liegen im Geltungsbereich des „Wohnbacher Runden Tisches zur Umsetzung von Erosionsschutzmaßnahmen und standortangepasster Nutzung“. Erosion auslösende oder verstärkende, auch nur temporäre Eingriffe in den Boden sind hier unbedingt zu vermeiden! Die Errichtung der Windräder wäre angesichts dieser besonderen Problematik völlig unverantwortlich und würde damit eine Gefährdung der Ortschaft darstellen und die Arbeiten der Gemeinde unterlaufen. Eine fachgutachterliche Prüfung der erosionsfördernden Effekte der Windräder im Rahmen des Genehmigungsverfahrens ist mithin unabdingbar, ggf. um fernab liegende Standorte ohne potentielle Schadwirkung zu identifizieren. Die Ergebnisse dieser Prüfung müssen der Gemeinde und dem „Wohnbacher Runden Tisch zur Umsetzung von Erosionsschutzmaßnahmen …“ unbedingt zugänglich gemacht werden.
  • Wertverlust der Grundstücke und Häuser in Wohnbach
    Aus o. g. Gründen widerspreche ich der geplanten Errichtung der vier WEA in der Gemarkung Wohnbach und

    lege hiermit Einspruch ein.

    Ich bitte um Bestätigung des Eingangs meines Schreibens und Bestätigung der Berücksichtigung meines Einspruchs.

    Mit freundlichen Grüßen

Pressebericht zum Adventskaffee am 7.12.14

Am 07.12.2014 fand im historischen „Alten Rathaus Münzenberg“ ein Adventskaffee des BLuK e. V. – Bündnis zum Schutz des Lebensraums und der Kulturlandschaft Münzenberg/Rockenberg statt. Bei einer großen Auswahl an selbstgebackenem Kuchen stellte der 2. Vorsitzende, Jörg Müller, im vollbesetzten „Alten Rathaus“ dem sichtlich erstaunten und über alle Maßen betroffenen Zuhörerkreis die aktuelle Situation der in unserer Region geplanten massiven Anhäufung von Windkraftanlagen (WKA) dar. Anhand von Informationsmaterial, Landkarten, Fotomontagen und Höhenlinienabbildungen, die vom Vorstandsmitglied und Grafiker Wolf Becker mit einem speziellen EDV-Programm erstellt wurden, erläuterte Müller in seinem Vortrag die Planvorhaben, von denen aktuell die Regionen Münzenberg, Rockenberg, Wölfersheim (Wohnbach), Hungen (Obbornhofen und Bellersheim) betroffen sind.

Auslöser für die Gründung des Vereins „BLuK“ waren – so Müller – Planungen sowohl einzelner Privatpersonen als auch der Gemeinde Rockenberg, insgesamt 8 WKA im „Hammelshäuser Graben“ (zwischen Münzenberg und Rockenberg) zu errichten. In diesem Zusammenhang dankte Müller dem 1. Vorsitzenden des Freundeskreises Burg und Stadt Münzenberg, Uwe Müller, für die Unterstützung zur Abwehr dieser Windkraftindustrieanlagen. Einen besonderen Dankes-Gruß richtete Jörg Müller an das Münzenberger Stadtparlament, das durch einen fraktionsübergreifenden Beschluss ein eindeutiges Votum gegen den Bau von WKA auf Münzenberger Gebiet abgegeben hatte. Leider konnte Bürgermeister Zeiß diesen Dank zur Weitergabe auch an den Magistrat der Stadt Münzenberg nicht persönlich entgegennehmen, da dieser sich bedingt durch eine weitere Veranstaltung beim Vereinsvorstand entschuldigen musste. Müller stellte auch die Problematik der aktuellen Gesetzgebung nach § 4 BlmSchG dar. Durch diese Gesetzeslage besteht sowohl für Privatpersonen als auch für Gemeinden und Städte die Möglichkeit, in einem vereinfachten Genehmigungsverfahren auf eigenem Grund WKA zu errichten.

Sehr dramatisch seien auch Planungen des Regionalverbands FrankfurtRheinMain, das größte Windvorranggebiets (868 Hektar), das u. a. die heimische Region um Münzenberg, Rockenberg und Wölfersheim umfasst, aufzulegen.

Weiterhin sind derzeit 4 WKA in Wohnbach beim Regierungspräsidium Darmstadt im Genehmigungsverfahren. Müller ging in seinem Vortrag auch auf die aktuellen Planungen zur Errichtung von mehreren WKA im „Hinterfeld“ (Rockenberg/Oppershofen) durch die Firmen Rotorkraftwerke und AlphaSol ein.

Großes Entsetzen löste bei den Besuchern des Adventskaffes der „Teilregionalplan Energie Mittelhessen“ des RP Gießen aus, über den die hiesige Presse bisher noch nicht berichtet hat, 2 Windvorrangflächen am südlichen Rand des RP Gießen (Bereich Obbornhofen und Bellersheim) und somit direkt im Sichtfeld der Burg Münzenberg aufzulegen. Müller konnte anhand von Fotomontagen und Übersichtskarten das volle Ausmaß der entsprechenden Planungen sehr anschaulich darlegen.

Sabine Tinz als weiteres Vorstandsmitglied des BLuK bezog sich auch als Vorsitzende der Naturschutzgruppe Stadt Münzenberg mit ihren Worten auf den Schutz des Waldes und der darin lebenden Tiere. Gleichzeitig unterstrich sie die überaus wichtige Bedeutung der Naherholung für den Menschen. Die in unserer Region geplanten Windkraftstandorte werden das größte zusammenhängende Waldgebiet der Wetterau nahezu vollkommen zerstören und dessen Fauna massiv beeinflussen. Mit Präparaten eines Rotmilans und einer Bechsteinfledermaus stellte sie Tiergruppen dar, die von den Planungen massiv gefährdet sind.

Als Abschluss dankte Jörg Müller den Anwesenden für das große Interesse und gab bekannt, dass das BLuK eine Broschüre (Auflage 2.000) erstellt hat, in der die bedrohliche Situation unter dem Aspekt des Denkmalschutzes in unserer Region anhand der derzeitigen Planungen aufgezeigt wird. Die Verteilung der Broschüren erfolgt schwerpunktmäßig in Münzenberg, Rockenberg und Oppershofen in dieser Woche.

 

Jörg Müller

(2. Vorsitzender BLuK e. V.)                      

So schön ist die Wetterau

Wenn die Kraniche fliegen …

… wissen wir, dass der Winter naht.

Seit Tagen können wir das wunderbare Schauspiel sehen und – auch nachts – hören, wie sich die Kraniche auf ihrer Route in den Winterurlaub über der Wetterau zu riesigen Schwärmen versammeln. Die Burg Münzenberg scheint dabei ein wichtiger Orientierungspunkt zu sein, denn seit Jahren können wir beobachten, wie sich die Schwärme aus Nord, Nordost bis Ost hier sammeln, um dann gemeinsam nach Süden weiterzufliegen. Am vergangenen Mittwoch Nachmittag (29.10.14) gelang bei einem Rundgang zufällig diese Aufnahme mit mindestens 5 Schwärmen, die in kürzester Zeit über die Burg hinwegflogen.

Neuerdings müssen wir allerdings befürchten, dass wir dieses Naturereignis bald nicht mehr erleben werden, wenn – wie von offensichtlich belehrungsresistenten sogenannten Energiefachleuten geplant – massenhaft Windräder unsere wunderbare Landschaft zerstören würden. Den Kraniche würde vermutlich ein einziges Windmonster von 200 m Höhe genügen, um die Route zu ändern.

Aber wohin bitte sollen sie ausweichen, wenn ringsum über den Vogelsberg und den Taunus hinaus – wie an anderen Orten bereits geschehen – alles abgeholzt und mit dauer-disko-blinkenden Energiegiganten bestückt wird ?

Wir möchten, dass unsere Wetterau so schön bleibt wie sie ist und wir weiterhin das Zugverhalten der Kraniche beobachten dürfen!

Geändertes Vorhaben Wölfersheim / Wohnbach (ACHTUNG: Immer noch 4 WEA im Genehmigungsverfahren beim RP Darmstadt):

 

Wie das Regierungspräsidium Darmstadt mitteilt, ändert sich die Konfiguration des geplanten Windparks Wölfersheim– Wohnbach. Eine aktualisierte Fotomontage der (nunmehr) 4 geplanten WEA mit einer Übersicht aller zurzeit im Umkreis von 5 Km um die Burg Münzenberg sich in der Planung befindenden WEA (> 30) haben wir auf unserer Homepage eingestellt. 

Mzbg_Wohnbach_2_01 10 2014

Geplant ist jetzt der Bau und Betrieb von 4 WEA (in etwa die Standorte der bisherigen WEA Nr. 2, 3, 4, 6) des Typs Enercon  115 mit einer Nabenhöhe von 149 m. Die Firma „NWind GmbH“ als Rechtsnachfolgerin der Fa. „LENPower GmbH“ wird zukünftig als Antragstellerin auftreten. Die Antragstellerin wird nach Aussage des RP Darmstadt die Antragsunterlagen an die neue Planung (4 statt 6 WEA) anpassen und die bisher noch fehlenden Gutachten für die neue Konfiguration erstellen. Die Unterlagen werden dann von der Antragstellerin komplett neu vorgelegt und erneut eine Beteiligung der Fachbehörden und der Gemeinde Wölfersheim vorgenommen. Auch die Nachbargemeinden bekommen die neue Planung vorgelegt.

WKA_Standorte_Mzbg_01 10 2014
Der Vorstand des BLuK hofft und erwartet, dass sowohl die Gemeinden Wölfersheim und  Rockenberg als auch die Stadt Münzenberg genügend Argumente zur Verhinderung dieses Vorhabens finden werden. Eine ganz besondere Hoffnung richtet der BLuK-Vorstand an das Landesamt für Denkmalpflege Hessen, das sich bereits bei der ursprünglichen Planung der Fa. „LENPower GmbH“ eindeutig gegen die Errichtung der (ehemals 6) WEA in Wohnbach positioniert und diesbezüglich klare Argumente gegenüber dem RP Darmstadt als zuständige Genehmigungsbehörde vorgebracht hat.

 

 

Geplante massive Anhäufung von Windkraftanlagen rund um Burg Münzenberg

 

Bereits an unserem Sommerfest konnten wir vom BLuK e.V. unseren Mitgliedern und interessierten Besuchern den aktuellen Planungsstand bezogen auf die jeweils 2. Offenlegung zu den Windvorrangflächen des Regionalverbands FrankfurtRheinMain  (Teil des Regierungspräsidiums Darmstadt – s. Homepage „Regionalverband FrankfurtRheinMain“) und des Regierungspräsidiums Gießen (siehe auch „Teilregionalplan Energie Mittelhessen“ – s. Homepage RP Gießen) näher erläutern.

Ergänzend zu diesen Plänen konnte das BLuK e.V. erstaunten Gästen vermitteln, dass sich in Wölfersheim (Ortsteil Wohnbach) bereits 6 Windkraftanlagen im Genehmigungsverfahren gem. §35 BauGB befinden. Diese Genehmigungsverfahren sind völlig unabhängig von den vorgenannten Plänen des Regionalverbands FrankfurtRheinMain zu sehen.

Wie das BLuK e.V. weiterhin anmerkt, liegen dem Verein Informationen vor, die besagen, dass die Pläne zur Errichtung der 8 WKA (im Bereich des „Hammelshäuser Grabens“ zwischen Münzenberg und Rockenberg) noch nicht gänzlich „ad acta“ gelegt worden sind und von bestimmten politischen Gremien weiterhin verfolgt werden.

Besonders problematisch stellt sich die Situation im Bereich des „Hinterfelds“ in Oppershofen dar. Hier werden – wie uns 2 Besucher unseres Sommerfestes aus eigenen Erfahrungen berichten konnten – vehement Vertragsangebote durch die Firma Rotorkraftwerke GmbH an Grundstücksbesitzer unterbreitet.

Wir vom BLuK bitten Sie:

Schaffen Sie sich anhand der beiden von uns eingestellten Bildern einen Überblick zum Planungsstand bezüglich der „Massiven Anhäufung von Windkraftanlagen rund um die Burg Münzenberg und in unserer Region. Informieren Sie Ihre Freunde, Bekannte und Nachbarn über diesen Wahnsinn, der unseren Lebensraum in unserer Region bedroht! Nur gemeinsam sind wir stark!

 

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Sommer, Sonne Sommerfest

Vergangenen Sonntag waren alle Interessierten herzlich zum Sommerfest des BLuK e.V. eingeladen um sich bei sommerlichen Temperaturen gemeinsam auszutauschen oder einfach nur einen schönen Nachmittag zu verbringen. Neben gegrilltem Steaks und Würstchen und passendem Salat, sowie Kaffee und Kuchen wurden auch jede Menge Informationen angeboten. Das Vereinsheim des Rockenberger Gartenbauvereins wurde zur „Infozentrale“  über die aktuellen Vorhaben zur Nutzung von Windenergie in unserer Region umgebaut und stand den Besuchern als Forum zu Verfügung. Die Begrüßung der Gäste ließ sich der 1. Vorsitzende Ralf Koch nicht nehmen und gab dabei einen kurzen Überblick über die aktuelle Lage des Vereins und der aktuellen Situation im Umfeld.

Für große Begeisterung bei groß und klein sorgte Sabine Tinz mit Ihrem Infostand über Fledermäuse. Neben den Menschen und deren Kulturraum sind diese kleinen Lebewesen die großen Verlierer bei der Umsetzung der Energiewende durch die Windkraft.

 

 

Geplante Windvorranggebiete im Regierungsbezirk Gießen

Teilregionalplan Energie Mittelhessen“

Weitere Windvorranggebiete rund um Burg Münzenberg???

 „Die Regionalversammlung Mittelhessen hat am 18. Dezember 2012 die Anhörung und Offenlegung des Entwurfs des Teilregionalplans Energie Mittelhessen einschließlich des Umweltberichts beschlossen. Die Anhörung und Offenlegung fand vom 21. Januar bis 20. März 2013 statt.“ (s. Homepage RP Gießen)

Der aktuelle Planungsstand zu möglichen Vorranggebieten zur Nutzung der Windenergie (Stand: 6.3.2014) kann den Unterlagen entnommen werden, die als Bild zu Beginn des Berichtes dargestellt sind.  Durch Anklicken kann das Bild vergrößert werden, so dass 

  • Ein „Ausschnitt der „Arbeitskarte 11“ (s. Homepage RP Gießen) mit den geplanten Windvorrangflächen 4406 (bei Obbornhofen) und 4407 (bei Bellersheim),

  • Eine Karte der beiden aneinandergrenzenden Regierungspräsidien (Darmstadt und Gießen) mit den jeweils ausgewiesenen Windvorrangflächen zu sehen ist.

  • Drei vom BLuK erstellte maßstabsgetreue Fotomontagen (aufgenommen vom Wehrgang der Burg Münzenberg) mit Blickrichtung „Obbornhofen / Bellersheim“ mit jeweils 3 Windkraftanlagen (200 Meter hoch). Hinweis: Aus Sicht des BLuK handelt es sich bei den 3 Anlagen um die unterste Zahl der potentiellen WKAs.

Wie dem Teilregionalplan Energie Mittelhessen zu entnehmen ist (s. Homepage RP Gießen), „sind diese Gebiete in den Planungsschritten bis zur zweiten Offenlegung vor allem hinsichtlich weiterer raumordnerischer Restriktionskriterien wie Umfassung von Ortslagen und Denkmalschutz sowie bezüglich Eignungskriterien abzuprüfen….“

Das BLuK appelliert in diesem Zusammenhang eindringlich an die politischen und verantwortlichen Gremien (u. a. auch an die Stadt Hungen) von der Auflage weiterer Windvorranggebiete (s. Windvorranggebiete des Regionalverbandes FrankfurtRheinMain) rund um Burg Münzenberg vor der 2. Offenlegung (diese soll dem Vernehmen nach noch in diesem Jahr erfolgen) abzusehen. Weitere Informationen können unserer Homepage entnommen werden.

BLuK (Vorstand)