Stellungnahme von Bürgermeister M. Wetz

Der Vorstand von BLuK e. V. hat in einer Anfrage an den Bürgermeister der Gemeinde Rockenberg – Herrn Manfred Wetz – seine Sorge vorgetragen, dass insbesondere die Firma Rotorwerke Bürgerinnen und Bürger in Oppershofen unter Druck setzt, entsprechend für Windkraftanlagen geeignete Grundstücke zu veräußern. Dies wurde in Gesprächen mit Mitgliedern deutlich. Vor allem, dass die Hersteller und Entwickler damit argumentieren, dass – wenn diese Verkäufe nicht stattfinden – die angesprochenen Grundstückseigentümer dafür verantwortlich seien, dass man in den Wald ausweichen müsse. BGM Wetz hat uns vor einigen Tagen geantwortet und bekräftigt, dass die Gemeinde mit ihm an der Spitze und die Gemeindevertreter nach wie vor zum Gemeinderatsbeschluss stehen, der 1500m Abstand zur Wohnbebauung fordert und dies auch seitens der Gemeinde für alle – wie im o.g. Fall – Baumassnahmen nach den Sonderbedingungen des § 35 BauGB gelte. Er räumte allerdings ein, dass die Firmen Rotorwerke und alphasol ihre aktuellen Planungen vorgestellt hätten, ohne konktete Angaben zu machen oder Unterlagen vorzulegen. Auch zu Gesprächen mit Grundstückseigentümern vermochte er keine Angaben zu machen. Der Vorstand von BLuK e.V. sttelt sich zumindest die Fragen, ob dies eine tatsächliche oder nur eine trügerische Sicherheit dartsellt und wozu dann die o.g. Gespräsche gedient haben. Sollten Sie liebe Mitglieder und Leser der Internetseite weitere Informationen hierzu haben, so melden Sie sich bitte bei uns!

Stellungnahme des Ortsbeirats Münzenberg

Antrag an den Ortsbeirat Münzenberg  für eine Stellungnahme zu dem projektierten Windpark

Der Ortsbeirat möge beschließen:

 

Das für die überwältigende Mehrheit der Münzenberger Bürger unbefriedigende  Ergebnis der Bürgerversammlung am Mittwoch, dem 30 10. 13, im Bürgerhaus Gambach, in der  der von der Firma Alphasol projektierte Windpark präsentiert wurde, veranlasst uns in Verantwortung für die Belange der Stadt und das Wohl ihrer Bürger zu folgender Stellungnahme:

 

Die eindeutige Mehrheit der Münzenberger Bürger lehnt die vorgestellte Planung des Windparks ab.

 

Wir sehen die vorgebrachten Argumente gegen die Errichtung als gravierend an. Sie sind aber weder berücksichtigt noch widerlegt.

 

Wir machen uns die Stellungnahme des „Freundeskreis Burg und Stadt Münzenberg e.V.“ zu eigen; insbesondere die darin aufgeführten Argumente anlehnend an das „Gesetz zum Schutz der Kulturdenkmäler“ von 1986, in dem es in §1 heißt: „ Es ist Aufgabe von Denkmalschutz und Denkmalpflege, die Kulturdenkmäler als Quellen und Zeugnisse menschlicher Geschich-te und Entwicklung … zu schützen und zu erhalten sowie darauf hinzuwirken, dass sie in die städtebauliche Entwicklung, Raumordnung und Landschaftspflege einbezogen werden.“

 

Windräder dieser Größenordnung und an den projektierten Plätzen wirken sich notgedrungen störend auf das Landschaftsbild  aus, das auf die Burg Münzenberg als ausgewiesenes nationales kulturelles Erbe  bezogen ist.

 

Das geistige und emotionale Wohlergehen der Menschen hängt wesentlich von der sie umge-benden Landschaft ab. Sie in ihrer Eigenständigkeit zu erhalten, ist Aufgabe der politisch Verantwortlichen.

 

Der fruchtbare Boden der Wetterau, der mit seiner Parabraunerde nur wenige Parallelen in der Welt hat und seit Jahrtausenden der landwirtschaftlichen Nutzung dient,  ist zu wertvoll  für eine kurzfristige  (Die Windräder sind auf 20 Jahre konzipiert,) technische Nutzung mit zudem zweifelhafter wirtschaftlicher Ausbeute. Außerdem werden die riesigen Betonfunda-mente auch nach  Abbau der Windräder im Boden verbleiben und die Bodennutzung nachhal-tig beeinträchtigen. Gerade angesichts der fortschreitenden Zersiedelung und Versiegelung durch Wohn- und Industriebauten gebietet uns die Verantwortung vor  künftigen Generatio-nen, dafür Sorge zu tragen, dass so viel wie möglich Boden unverbaut erhalten bleibt.

 

Wir richten an die Stadtverordnetenversammlung und den Magistrat der Stadt Münzenberg die dringende Bitte, dahingehend  tätig zu werden, dass der von der Firma Alphasol projektierte Windpark in dieser Form nicht errichtet wird. Insbesondere  bitten wir darum, fundierte Gutachten einzuholen.

 

Münzenberg, den  13. November 2013-11-13

 

Johannes Hummel

Haris Laspoulas

 

Fünf nach 12?

Fünf nach 12?

„Es ist nicht mehr fünf vor zwölf, sondern wesentlich später, wenn wir gegen die aktuellen Planungen zur Errichtung von Windkraftanlagen noch etwas erreichen wollen“, erklärte der Vorsitzende des Bündnisses zum Schutz des Lebensraumes und der Kulturlandschaft zwischen Münzenberg und Rockenberg (BLuK e. V.) am Wochenende.

Über den Autor

Ralf Koch

Ralf Koch

1. Vorsitzender BLuK e.V.

Ralf Koch, wohnhaft in Rockenberg ist seit Gründung des BLuK.e.V. der erste Vorsitzende des Vereins.

Gerade die derzeitige Debatte um die Errichtung von Windvorranggebieten verschärfe die Situation. „Während die eine Seite um einen sachlichen Dialog über Mindestabstände und Schutzräume bemüht ist, versucht die andere sich schnell noch die Taschen zu füllen, solange es keine Rechtsverbindlichkeit über die Standorte gibt“, so Koch weiter. Dies führt nach Auffassung des BLuK Vorstandes zu einer großen Entsolidarisierung in den Gemeinden in ganz Hessen und insbesondere in der Wetterau, die über viele Jahre hinweg das Klima in der Bevölkerung negativ verändern wird.

Das schnellverdiente Geld auf der Seite – wenn es denn nach Jahren überhaupt kommt – derer, die einen Acker an die Projektentwickler von Rotorwerke oder alphasol verkaufen wollen, geht zu Lasten derer, die gerade in den Neubaugebieten der Region um die Burg Münzenberg gebaut und nicht wenig Geld investiert haben. Da hier ohne jegliche Information über die absehbare Entwicklung das Wohnen in einer naturfreundlichen Umgebung angepriesen wurde und sich viele für die nächsten Jahrzehnte eingerichtet und verschuldet haben, wird bereits von einigen Neubürgern eine Schadensersatzklage in Erwägung gezogen, da neben der erheblichen  Einschränkung der Lebensqualität auch mit einem massiven Wertverlust der Immobilien zu rechnen ist. „Nur allzu verständlich“, so Koch abschließend, „wenn man bedenkt, dass zwischen Bad Nauheim und Münzenberg von 90 geplanten Windkraftanlagen die Rede ist. Das erinnert an „Garzweiler“.

 

Stellungnahme der Tourismuskommission Münzenberg

Stellungnahme der Tourismuskommission zu geplanten Windkraftanlage zwischen Münzenberg und Rockenberg

Die Tourismuskommission ist seit Jahren bestrebt, die Sehenswürdigkeiten der Stadt, besonders unsere Stauferburg Münzenberg aus dem Mittelalter, über die Wetterau hinaus bekannt zu machen. Gäste kommen gerne in unsere Stadt. Sie bleiben u.a. für mehrere Stunden, einen Tag o/ u. auch länger. Pro Jahr zählt die Verwaltung der Hessischen Gärten und Schlösser, die die Burg verwaltet, 30.000 Besucher auf unserem Wetterauer Tintenfass, wie es im Volksmund heißt und die Region optisch beherrscht. Diese Besucher nutzen zum Teil auch das Angebot der Gaststätten sowie für Übernachtungen ein Hotel sowie mehrere Pensionen. In den letzten Jahren ist erfreulicherweise die Anzahl der Übernachtungen angestiegen. Viele Wanderwege sind ausgewiesen. Es gibt sogar ein spezielles Angebot für Radwanderer.

Zudem geht auch der eine oder andere Besucher in den vorhandenen Geschäften einkaufen und lässt so manchen Euro in der Stadt. Tourismus bedeutet für unsere Stadt auch Erhöhung der Wirtschaftskraft. Vor allem das Engagement des Freundeskreises Burg und Stadt Münzenberg mit seinen Theateraufführungen auf der Burg und den historischen Stadtführungen trägt dazu bei, dass die Burgruine und unsere historisch geprägten Stadtkerne weit über den Wetteraukreis hinaus bekannt geworden sind und die Menschen sich für Münzenberg interessieren.

20140223-BLuK_Wanderung_PanoUnsere Vorväter haben es verstanden, die Burg in eine Landschaft einzubetten, die einmalig ist und die Menschen seit vielen Jahrhunderten geprägt hat. Die Region ist rund um die Burg seit Jahrhunderten unverändert.Die Sicht auf die Burg, nachts ist sie beleuchtet, ist nicht nur aus der Nähe faszinierend, sondern auch von weitem bietet sie eine beeindruckende Ansicht. Die Sicht von der Burg erlaubt einen wunderschönen Ausblick auf den Taunus im Südenwesten und den Vogelsberg im Osten sowie auf den Hausberg und den Schiffenberg bei Gießen. In der Ferne ist sogar die Skyline von Frankfurt zu sehen. Rund um die Burg gibt es perfekte Naherholungsgebiete, in dem sich Spaziergänger, Radfahrer, Skater, Wanderer, Hunde- und Pferdeliebhaber sowie Familien aufhalten und erholen können.

Unsere ausgewiesenen Naturschutzgebiete „die Salzwiesen“ und „die Metz“ bieten Heimat für seltene Tier- und Pflanzenarten. Auch die Population verschiedener Fledermausarten, die sich in unserer Gemarkung aufhalten ist erwähnenswert, ebenso Vogelarten wie der Rote Milan, der Weißstorch und andere. All diese Naturgegebenheiten vor der Kulisse unserer stolzen Burg ziehen die Menschen aus Nah und Fern an. Diese wunderbare, einmalige Idylle würde durch das Errichten von 8 Windrändern in Burgnähe jegliche Attraktivität unserer kulturhistorisch geprägten Landschaft zerstören.

Nicht nur die jungen Menschen, die momentan in unserem Neubaugebiet ein Haus bauen, müssten unter dem Anblick der Windkrafträder leiden, auch die Erholungssuchenden würden die Freude an dieser Landschaft verlieren. Die Sicht auf die Burg und von der Burg wäre nachhaltig gestört. Die Besucher der Burg würden ausbleiben. Der Mittelaltermarkt, welcher von der Freien Ritterschaft seit diesem Jahr im freien Feld abgehalten wird, würde enorm darunter leiden, ebenso wie die Veranstaltungen auf der Burg und in der Stadt. Keiner würde mehr von der Autobahn abfahren, um eine Burgruine, die einmalig in Deutschland ist, zu bestaunen, weil sie von 200 m hohen Windmonstern umgeben ist.

Der Burg würde ihre Würde und ihr Stolz genommen und den Touristen sowie den Einheimischen die Freude beim Anblick auf die Burg verdorben.

Wir, die Mitglieder der Tourismuskommission sind gegen die Errichtung eines Windkraftparks und appellieren an die entscheidenden Gremien dieses Vorhaben zu verhindern. 

FAZIT: Was der Mensch moralisch nicht vertreten kann, sollte die Politik nicht umsetzen.

 

Ober-Hörgern gegen Windkraftanlagen zwischen Münzenberg und Rockenberg

Ortsbeirat Ober-Hörgern ist gegen Windkraftanlagen zwischen Münzenberg und Rockenberg

Über den Autor

Lothar Düringer

Ortsvorsteher Ober-Hörgern

Der Ortsbeirat Ober-Hörgern sprach sich in seiner jüngsten Sitzung einstimmig gegen den geplanten Windparkstandort zwischen Münzenberg und Rockenberg aus.

Ortsvorsteher Lothar Düringer verwies in diesem Zusammenhang auf die diesbezüglichen Beschlüsse der Stadtverordnetenversammlung und des Münzenberger Ortsbeirats, sowie die ausführliche Stellungnahme des Freundeskreises Burg und Stadt Münzenberg e.V. und die Argumentationen der Tourismuskommission, die sich alle gegen die Planungen des Bad Nauheimer Büros AlphaSol aussprachen.

Düringer legte Fotomontagen vor, auf denen die 200 m hohen Windkrafträder maßstabgerecht in das Landschaftsbild eingepasst wurden. Eines der Windräder würde von Ober-Hörgern aus betrachtet direkt hinter dem Naturdenkmal Burg Münzenberg zu sehen sein. Nicht nur die optischen Beeinträchtigungen, sondern auch die negativen Auswirkungen auf Menschen , Flora und Fauna bezeichnete Düringer als verheerend. Auch die anderen Ortsbeiräte, sowie Bürgermeister Zeiß, Stadtverordnetenvorsteher Tschertner und das Magistratsmitglied Ernst Peter Wirth halten den geplanten Windkraftstandort für ungeeignet.

Eindeutiges Votum gegen die geplanten Windkraftanlagen zwischen Münzenberg und Rockenberg

„Dank an die Rockenberger CDU für das eindeutige Votum gegen die geplanten Windkraftanlagen zwischen Münzenberg und Rockenberg“

Sehr geehrte Mitglieder der Rockenberger CDU,

Über den Autor

Ralf Koch

Ralf Koch

1. Vorsitzender BLuK e.V.

Ralf Koch, wohnhaft in Rockenberg ist seit Gründung des BLuK.e.V. der erste Vorsitzende des Vereins.

es ist mir ein großes Bedürfnis, mich als Bürger unserer Gemeinde auf diesem Wege bei Ihnen dafür zu bedanken, dass Sie ein klares Votum gegen die Errichtung der geplanten Windkraftanlagen zwischen Münzenberg und Rockenberg abgegeben haben. Die von Ihrer Partei in der BZ vom 13.01.2014 veröffentlichte Pressemitteilung ist ein vorbildliches Zeichen und eine klare Positionierung gegen den von der Bad Nauheimer Firma AlphaSol geplanten sog. „Bürger“Windpark. Sie haben dabei die Gründe, die zu einer 100-prozentigen Ablehnung durch Ihre Fraktion mit Ihren 10 Gemeindevertreterinnen und –vertretern argumentativ hervorragend dargelegt. Sie haben den Bogen zwischen den negativen Auswirkungen auf Flora und Fauna in dieser Region und dem erheblichen Verlust an Lebensqualität in unserer Stadt mit dem noch bestehenden Naherholungsgebiet sehr anschaulich gespannt. Auch wurden die negativen Auswirkungen der geplanten 8 (acht) „200 Meter“ hohen Windräder auf die kulturhistorisch einmalige Burganlage, die einen seit Jahrzehnten bestehenden Regionaltourismus in Münzenberg und Umgebung mit sich bringt, besonders hervorgehoben. Mit Ihrem Votum haben Sie, sehr geehrte Vertreterinnen und Vertreter der Rockenberger CDU den Einklang mit dem Münzenberger Stadtparlament, das sich in seiner Sitzung vom 12.12.2013 mit allen Fraktionen zu 100 Prozent gegen die Errichtung der geplanten Windkraftanlagen zwischen Münzenberg und Rockenberg ausgesprochen hat, gefunden.

Vielen Dank!

Es bleibt jetzt nur noch zu hoffen, dass das eindeutige Votum der CDU die Rockenberger Gremien mit Bürgermeister Wetz an der Spitze als auch das Planungsbüro AlphaSol dahingehend bewegen kann, von diesem Vorhaben abzulassen. Insbesondere appelliere ich an alle Gemeindevertreterinnen und -vertreter der SPD und der Dorfpartei, sich der Minderheit der CDU im Parlament anzuschließen, um eine parlamentarische Mehrheit gegen die Errichtung der Windkraftanlagen zu finden. In diesem Zusammenhang hoffe ich, dass sich zumindest einzelne  Parlamentarier / Parlamentarierinnen der SPD und der Dorfpartei über den hoffentlich nicht bestehenden Fraktionszwang hinwegsetzen, um letztlich eine Mehrheit in der Gemeindevertretung gegen dieses Vorhaben zu finden. Sollte dies gelingen, könnte die Gemeinde Rockenberg im Einvernehmen mit der Stadt Münzenberg den von der Bad Nauheimer Firma AlphaSol geplanten sog. „Bürger“windpark ad acta legen und über mögliche Alternativen nachdenken.

 

 

Zerstörung einer alten Kulturlandschaft durch Windpark

Über den Autor

Jörg Müller

2. Vorsitzender BLuK e.V.

Jörg Müller, wohnhaft in Münzenberg ist seit der Gründung 2. Vorsitzender des BLuK e.V.

Deutschland als führende Nation für erneuerbare Energien weltweit befindet sich nicht erst seit der Nuklearkatastrophe von Fukushima in einer noch nie dagewesenen energiepolitischen Umdenkungsphase; und das ist auch gut so! Wir alle kennen die Bilder der sog. „Offshore-Windparks“ auf dem Festlandsockel an der Nordsee oder von Windparks in eher weniger besiedelten Gegenden unseres Landes. Meines Erachtens könnten sich die meisten Bürgerinnen und Bürger mit diesen Standorten von Windrädern, die in Abhängigkeit zwischen der Windstärke, den Erfordernissen der Energiewirtschaft und nicht zuletzt den Interessen der Menschen stehen, anfreunden. Ich möchte Sie – als Leserin / Leser – mit meinen nachfolgenden Ausführungen auf die aktuelle Situation einer existierenden Planung eines Windparks zwischen Münzenberg und Rockenberg und die hieraus resultierende Diskrepanz zwischen den einseitigen wirtschaftlichen Interessen, die ganz und gar nicht mit den Belangen einer kulturhistorischen Region einhergehen, aufmerksam machen.

Die Planung eines Windparks durch die Gemeinde Rockenberg mit Unterstützung eines Planungsbüros umfasst 8 (acht) „200 Meter“ hohe Windräder, deren Standorte zwischen Münzenberg und Rockenberg vorgesehen sind. Von diesen 8 Windrädern befinden sich 4 auf dem Gemeindegebiet von Rockenberg und 4 auf privaten Äckern in der Gemarkung Münzenberg. Ich stelle den politischen Gremien in Rockenberg und insbesondere dem amtierenden Bürgermeister Wetz die Frage der Sinnhaftigkeit des dem Anschein nach „in aller Stille“ und somit ohne Beteiligung der Münzenberger und Rockenberger Bürgerinnen und Bürger eingeleiteten Planungsphase. Die wirtschaftlichen Interessen bei den Grundstücksbesitzern der 4 Standorte der Windräder in der Gemarkung Münzenberg können meines Erachtens erst durch die Planungen der Rockenberger Gremien und die in diesem Zusammenhang vorgesehene Einbeziehung in den Gesamtwindpark mit 8 Windrädern geweckt worden sein. Ohne diese Initiative hätten die 4 Münzenberger Grundstücksbesitzer einen Windpark sicherlich nicht auf ihrer Agenda. Es ist aus Sicht des mündigen Bürgers unverantwortlich, das seit Jahrhunderten bestehende geschichtsträchtige Naherholungsgebiet, das aus einem Ensemble zwischen der mittelalterlichen Burg Münzenberg und der intakten Natur besteht, zu zerstören. Umso mehr bin ich über die Eingangsworte des Bürgermeisters Wetz auf der Homepage der Gemeinde Rockenberg sehr verwundert: „Unsere Gemeinde bietet eine ausgezeichnete Infrastruktur mit … , einer intakten Natur …“ Über diese von Bürgermeister Wetz zitierte „intakte Natur“ dürften sich die Münzenberger und Rockenberger Bürgerinnen und Bürger nach der Errichtung des Windparks wohl keine Gedanken mehr machen müssen. Die Planung des Windparks und der in diesem Zusammenhang von den Rockenberger Gremien einkalkulierte Verlust  „einer intakten Natur“ kann nur den wirtschaftlichen Interessen der Gemeinde Rockenberg geschuldet sein. Es scheint sich hier eine neue Form der „Goldgräberstimmung“ aufzutun.  Ich appelliere an die Vernunft und den Verstand insbesondere der Rockenberger Gremien mit Herrn Bürgermeister Wetz an der Spitze, von diesem wahnwitzigen Vorhaben abzulassen. Ich schließe meinen Leserbrief mit der Hoffnung, dass die für den 30.10.2013 anberaumte Bürgerversammlung ein klares Votum gegen dieses Vorhaben abgeben wird.

Dank dem Münzenberger Stadtparlament

Dank dem Münzenberger Stadtparlament für das Votum gegen die Windkraftanlagen zwischen Münzenberg und Rockenberg

Sehr geehrte Mitglieder der Münzenberger Stadtverordnetenversammlung,

Über den Autor

Jörg Müller

2. Vorsitzender BLuK e.V.

Jörg Müller, wohnhaft in Münzenberg ist seit der Gründung 2. Vorsitzender des BLuK e.V.

es ist mir ein großes Bedürfnis, mich als Bürger unserer Stadt auf diesem Wege bei Ihnen dafür zu bedanken, dass Sie in Ihrer Sitzung vom 12.12.2013 ein parteiübergreifendes Votum gegen die Errichtung der geplanten Windkraftanlagen zwischen Münzenberg und Rockenberg abgegeben haben. Die von allen im Stadtparlament vertretenen Parteien (SPD, CDU und FWG) im Einvernehmen verfasste Erklärung ist ein vorbildliches Zeichen und eine klare Positionierung unserer Stadt gegen den von der Bad Nauheimer Firma AlphaSol geplanten sog. „Bürger“windpark. In der vom Stadtverordnetenvorsteher Manfred Tschertner verlesenen Verlautbarung wurden die Gründe, die zu einer 100 %igen Ablehnung durch das Stadtparlament geführt haben, argumentativ hervorragend dargelegt. So wurde der Bogen zwischen den negativen Auswirkungen auf Flora und Fauna in dieser Region und dem erheblichen Verlust an Lebensqualität in unserer Stadt mit dem noch bestehenden Naherholungsgebiet sehr anschaulich gespannt. Auch wurden die negativen Auswirkungen der geplanten Windkraftanlagen auf die kulturhistorisch einmalige Burganlage, die einen seit Jahrzehnten bestehenden Regionaltourismus in Münzenberg und Umgebung mit sich bringt, besonders hervorgehoben. Ihr parteiübergreifendes (100 %iges) Votum haben Sie, sehr geehrte Vertreterinnen und Vertreter des Münzenberger Stadtparlaments, zusätzlich noch mit der Beschlussfassung untermauert, dass im Haushaltsplan 2014 für die fachanwaltliche Unterstützung der Stadt Münzenberg gegen die Errichtung der Windkraftanlagen ein Betrag in Höhe von 20.000 Euro eingestellt wurde.

Vielen Dank!

Es bleibt jetzt nur noch zu hoffen, dass der eindeutige Beschluss der Münzenberger Parlamentarierinnen und Parlamentarier sowohl die Rockenberger Gremien mit Bürgermeister Wetz an der Spitze als auch das Planungsbüro AlphaSol dahingehend bewegen kann, von diesem Vorhaben abzulassen. Ich wünsche, dass das seitherige friedvolle und umsichtige Miteinander der Münzenberger und Rockenberger Bürgerinnen und Bürger nicht durch die sich unter dem Deckmantel der Energiewende auftuende „Goldgräberstimmung“ einiger weniger Nutznießer dauerhaft gestört wird.