Windatlas verfehlt die Realität – Windmessungen werden erforderlich

Das der aktuelle Windatlas vom TÜV SÜD auf Basis von nur wenigen realen Windmessungen flächendeckend für ganz Hessen errechnet wurde, konnten alle Besucher der Informationsveranstaltung, vom Reginalverband FrankfurtRheinMain am 10.03.2014 in Friedberg, erfahren. So bleibt das ungute Gefühl, dass die im Windatlas Hessen gemachten Prognosen mit unter gar nicht erreicht werden können. So geschehen ist es im Süd-Schwarzwald. Dort haben Gemeindevertreter und Bürgermeister die Prognosen im Windatlas als verlässlich angenommen und begannen mit der Planung und dem Bau von Windkraftanlagen. Nach Fertigstellung der Windkraftanlagen zeigte sich leider, dass der tatsächliche Wind deutlich geringer, als die Prognose laut Windatlas, war. Die Windkraftanlagen konnten daher nicht wirtschaftlich betrieben werden und die Pläne für den Bau weiterer Anlagen wurde erst einmal auf Eis gelegt Bei Windmessungen über einen Zeitraum von einem Jahr konnte inzwischen belegt werden, das der Windatlas an konkreten Standorten zu hohe Erwartungen geschürt hat. Eine entsprechende Reportage zu dem geschilderten Sachverhalt steht unter nachstehendem Link beim SWRFernsehen.de bereit:

Rotoren ohne Wind: Floppt die Windkraft im Südwesten?
– Wie verlässlich ist der Windatlas wirklich? – SWR 14.11.2013

Fazit: Der Windatlas kann nicht als ein verlässliches planerisches Instrumentarium Verwendung finden. Wer seine Windkraftanlagen vernünftig plant, kommt nicht um eine längerfristig angelegte Windmessung (mindestens ein Jahr) herum. Ein Vorgehen ohne Windmessung entspricht einem risikobehafteten Spekulationsgeschäft, bei dem der Ausgang offen ist…