Zu mächtig für die kleinen Dörfer!

Größter geplanter Windpark im Einzugsgebiet Rhein /Main ist zu mächtig für die kleinen Dörfer!

Wussten Sie schon, dass entlang der Neubaugebiete Münzenberg, Rockenberg, Oppershofen und Steinfurth der größte Windpark Hessens entstehen soll?

Über den Autor

Andreas Heidrich

BLuK e.V. Mitglied

Die Attraktivität dieser kleinen Dörfchen wird rapide schwinden, damit einher die Immobilienpreise. Wer jetzt noch glaubt die Neubaugebiete weiter ausbauen zu können liegt falsch. Der Wertverfall der Neubauten wird dazu führen, dass einige, die Ihre Altersvorsorge investiert haben, bald ganz alt aussehen.
Somit sind besonders die jungen Familien betroffen, die ihr ganzes Hab und Gut investiert haben. Sind es nicht gerade die Mütter und Väter, welche sich um Jung und Alt kümmern und einen Spagat zwischen Beruf und Familie hinlegen. Den privaten Lebensraum für Familien sehe ich jedoch in Gefahr, da die Gestaltung und die Gestaltbarkeit hier nicht mehr möglich scheint.

Wer den Main Tower in Frankfurt kennt, kann sich vorstellen was die Windkraftriesen mit ihren 200 Meter Höhe für eine Wirkung haben. Um eine Vorstellung zu bekommen, was dies für uns bei einem Vollausbau des Windparks bedeutet anbei die Fotomontage. (Blick vom Neubaugebiet Oppershofen „In der Teufelsküche“ zum geplanten Windpark).
„Die dezentrale Erzeugung erneuerbarer Energie ist ein Eckpfeiler der zukünftigen Energiepolitik“, sagt das Industriekomitee des EU-Parlaments. Bei steigendem Energiebedarf und dem Ausstieg aus der Atomenergie in Deutschland ist dies die logische, sinnvolle Konsequenz.

Aber warum werden wir in der Wetterau dazu verdonnert den Energiebedarf des Rhein-Main Gebietes mit zu produzieren? Wie kommt es, dass man von dieser Entwicklung in unserer Gemeinde nichts gehört und gelesen hat? Hat man das Thema bewusst verschwiegen und liegt evtl. ein unmoralisches Angebot der Unternehmer vor?

Ich bin kein Gegner von Windkraftanlagen, aber bitte im Einklang mit Mensch und Natur!
Nach den Planungsunterlagen des RP-Darmstadt ist der Abstand zu den Giganten viel zu gering. Warum hält man den Mindestabstand (Formel = Narbenhöhe mal 10) nicht ein? Hier geht es darum, den Schall und Infraschall so gering wie möglich für den Menschen zu halten. Auch blinken nachts diese Anlagen wie Leuchttürme. Da allein ein Rotorblatt die Größe eines riesigen Strommastes hat, wirkt das wie ein Leuchtfeuer auf die Neubaugebiete.
Warum wurde hier vom RP-Darmstadt die größte Fläche Hessens ausgewiesen? Und das alles, obwohl laut Windgutachten dieser Standort gerade mal mittelmäßig ist. Fragen über Fragen!
Wo bleiben die Antworten?

Ich denke hier müssen die Kommunen, alle Parteien und die Bürger Hand in Hand arbeiten, um eine vernünftige menschenfreundliche Umsetzung zu erreichen. Daraus resultierende Synergien kann man gut am Beispiel der Stadt Münzenberg sehen, hier hat das Stadtparlament geschlossen gegen das Vorhaben eines Bad Nauheimer Investors gestimmt.
Nach jetzigem Stand der Dinge stellt sich nicht die Frage, ob die Windkraftanlagen kommen, sondern, wie viele es letztendlich werden.
Ehrlich gesagt habe ich mir die Energiewende anders vorgestellt.